Vorberichte

CrossCheck mit Köln und Wolfsburg

Und schon wieder stehen zwei Auswärtsspiele für unsere Eisbären an. Nach den beiden erfolgreichen Spielen gegen Nürnberg – ausnahmsweise mal in der heimischen Arena – und in Iserlohn, folgen nun zwei sehr interessante und zugleich schwierige Auswärtsaufgaben. 

Am Freitag müssen die Eisbären bei den derzeitig konstant gut spielenden Kölner Haien antreten. Ehe es dann am Sonntag bei den unberechenbaren Grizzlys aus Wolfsburg um eine hoffentlich stattfindende Veredelung des Spielwochenendes gehen wird.

Um die Kölner Haue kümmert sich diesmal Alex und die Autostädtler schaut sich Holzi genauer an. Viel Freude beim Lesen!

Über die Eisbären

Die Eisbären sind nun auch offensiv ins Rollen gekommen. War bei den beiden Spielen in Mannheim und Schwenningen noch die Chancenwertung als Hauptursache für die beiden Niederlagen auszumachen, so steigerte man sich gegen Nürnberg und Iserlohn in dieser Kategorie enorm. 

Natürlich muss man die Qualität der Gegner immer mitberücksichtigen. Aber Nürnberg hatte vor der Begegnung am Sonntag sogar einen Punkt mehr erspielt als unsere Eisbären. Auch ihr anschließendes Spiel in München ging nur knapp verloren. Wobei man mit solchen direkten Vergleichen immer vorsichtig sein muss. Es hängt so viel von Kleinigkeiten ab, dass jedes Spiel anders bewertet werden muss.

Mehr als schade ist nun der langfristige Ausfall von Lean Bergmann, welcher erst einmal für 3 Monate pausieren muss. Auch Yannick Veilleux soll erstmal ausfallen, aber natürlich nicht so lange wie Lean. Umso wichtiger ist damit die Rückkehr von Cormier in den Kader zu bewerten, welcher in Iserlohn einen Einstand nach Maß feiern konnte.

Zudem leisten unsere jungen Spieler derzeit einen grandiosen Job und können sich nun noch mehr als vorher für größere Aufgaben beweisen!

PLAYER TO WATCH

Alex: Mein Player to watch ist ganz klar Ben Finkelstein. Von dem ich weiterhin mehr als begeistert bin. Vielleicht schafft er es sich an diesem Wochenende auch in die interne Torjägerliste einzutragen.

Holzi: Mein Player to watch ist Kai Wissmann. Zusammen mit Jonas Müller stellt er das aktuell wohl stärkste Verteidiger Duo der DEL. Am Dienstag konnte er mit zwei überragenden Scorern zum hohen Sieg beitragen. Der Kapitän darf sehr gerne so weiter so performen!

Partie am Freitag bei den Kölner Haien

Ein wahrhaft interessantes Spiel steht uns am Freitag in der Lanxess Arena bevor. Nach Stand der Dinge ist das Spiel sogar noch qualitativ höher einzuschätzen als die Partie in Mannheim. Die Haie sind sehr gut aus der Sommerpause gestartet. In welcher man sich punktuell clever und auch hochwertig verstärkt hat.

Mit Tobi Ancicka hat man einen soliden deutschen Torhüter verpflichtet und umgeht somit das Verwenden einer Importstelle für diese Position. Ein cleverer Schachzug der sich bislang mehr als ausgezahlt hat. Beide bisher mit soliden Statistiken!

In der Defensive hat man sich mit Andrej Sustr einen sehr starken Importspieler geangelt. Der Tscheche besticht mit einer eindrucksvollen Vita mit sehr viel Erfahrung in der NHL und auch in KHL. Bereits vier Tore konnte der Neuzugang auflegen. Zusammen mit Bailen, Austin, Dietz und den restlichen Verteidigern hat man eine sehr ausgewogene Mischung in der Verteidigung aus Erfahrung, körperlicher Präsenz, Spielwitz und jugendlicher Spritzigkeit.

In der Offensive war der Umbruch dagegen schon etwas größer, wobei mit Aubry, Thuresson, Kammerer und einigen anderen Spielern die Stammkräfte durchaus gehalten werden konnten. Das spürt man auch auf dem Eis. Die Mannschaft wirkt eingespielt und die Neuzugänge – allen voran Gregor MacLeod, Justin Schütz und Alex Grenier – fügen sich mehr als nahtlos in die Mannschaft ein. Gerade die zuletzt erwähnten Stümer bilden eine herausragende Angriffsreihe.

In den letzten Spiele konnte man allerdings dann doch eine kleine negative Entwicklung erkennen. In allen der letzten vier Spiele kassierte man immer mindestens drei Gegentreffer. Der Vorteil, dass man durch die nur punktuellen Veränderungen eingespielt in die Saison gehen konnte, ebbt langsam ein wenig ab. Die anderen Mannschaften finden nun auch immer besser zusammen. Dennoch überzeugten die Haie auch in diesen Spielen spielerisch, sodass wir eine qualitativ hochwertige Partie erwarten können! 

Ein kurzer Blick noch auf die Special-Teams. In Überzahl sind die Haie bislang sehr gefährlich, 9 Tore konnte man bereits erzielen bei einer Erfolgsquote von über 23 %. Ausgerechnet gegen die beiden Topteams Mannheim und München konnte man allerdings nicht treffen. Das Unterzahl ist dagegen statistisch gesehen etwas schlechter, aber mit über 80 % immer noch mehr als solide. Auch die Special-Teams spiegeln somit den guten Saisonstart wider. 

Die altehrwürdige Glaskugel sieht einen knappen 4:3 Erfolg unserer Eisbären nach regulärer Spielzeit 😉

Partie am Sonntag bei den Grizzlys Wolfsburg

Die Grizzlys hatten einen sehr durchwachsenen Saisonstart. Am Ende steht man bei 4 Siegen und 3 Niederlagen, was eine völlig solide Bilanz ist. Mit 12 Punkten steht man also auf Platz 6. Kleiner Fun-fact am Rande: Wolfsburg konnte in der laufenden Saison noch keine 2 Spiele hintereinander für sich entscheiden. Das Spiel am Dienstag gegen die DEG konnten sie gewinnen. Ein positives Omen für die Eisbären! 😉

Die Bärenduelle sind seit geraumer Zeit immer sehr eng. Meistens ziehen die Eisbären in diesem Duell aber den Kürzeren. Besonders, wenn die Spiele in Wolfsburg stattfinden, hat die Berliner Mannschaft unter Trainer Serge Aubin Probleme. In Wolfsburg konnte Serge Aubin seit dem 01. März 2020 keinen Sieg mehr feiern (Playoffs ausgeklammert). Volle Punktzahl haben die Eisbären seit Januar 2018(!) nicht mehr aus Wolfsburg mitnehmen können. Das sollte zeigen, wie schwer dieses Spiel wird. 

Ein großes Problem der Wolfsburger ist die Disziplin. Nur Ingolstadt saß länger auf der Strafbank. Von den Eisbären erwarte ich am Sonntag mindestens ein Überzahltor. In den meisten Statistiken bewegen sich die Grizzlys im Ligamittelfeld. Die große Stärke dieses Teams ist die erste Reihe bestehend aus Machacek, Miele und White. 50% der Wolfsburger Tore wurden von dieser Reihe erzielt. Man sollte auf jeden Fall vermeiden, gegen diese Formation das Verteidigerpaar Melchiori/Finkelstein einzusetzen, da die beiden das aktuell Defensiv schwächste Duo sind. 

Aktueller (teaminterner) Torscorer der Grizzlys ist gleichzeitig mein Player to watch und Ex-Eisbär Matt White. In den letzten 3 Spielen konnte er für 3 Tore und 4 Assists sorgen. Das Spiel gegen Ingolstadt hat er quasi im Alleingang entschieden. 

Wie schon erwähnt, tun wir uns in Wolfsburg immer extrem schwer. Ein solch schweres Spiel erwarte ich auch. Aus diesem Grund geh ich eher pessimistisch in das Spiel und sage, dass wir nur einen Punkt aus Wolfsburg nach Berlin holen. 3:2 n.P. ist mein Tipp.

Face to Face

Line Up Prediction/Wunsch von Holzi

Lean Bergmann wird, wie schon bekannt, erstmal 3 Monate ausfallen. Außerdem wird Yannick Veilleux definitiv für das Spiel gegen die Kölner Haie ausfallen. 

Ich bin großer Fan davon, vier gleichstarke Reihen aufzustellen. Aus diesem Grund muss Ty Ronning am kommenden Wochenende aus meiner Sicht in die Bottom 6. Eric Hördler hat sich mehr Einsatzzeit auf jeden Fall verdient. Heim und Cormier, sowie Wiederer und Eder harmonieren gut miteinander. Mik für Hördler in Reihe 4 sollte Leistungstechnisch ein 1 zu 1 Wechsel sein. Ronning kann Cormier helfen, weiterhin zu Scoren. In der Defensive ändert sich nichts. 

Noebels – 92 Boychuk – 89 Pföderl – 93
Tiffels – 95Byron – 23Hördler – 77
Heim – 86Cormier – 28Ronning – 09
Mik – 12Wiederer – 21Eder – 22
Müller – 18Wissmann – 06
Melchiori – 44Finkelstein – 16
Geibel – 40Ellis – 04
 Nowak – 08
Hildebrand – 30
Quapp – 33

Wir danken euch fürs fleißige Lesen. Wir sind für Feedback jeglicher Art immer offen. Ihr könnt auch gerne in die Kommentare eure Tipps für die beiden Spiele niedertippen. Wir wünschen euch nun ein tolles Eihockeywochenende!

Fotos (Im Titelbild): City-Press GmbH

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