Eisbären grüßen von der Spitze
Die aktuelle Lage bei den Eisbären
Die Eisbären stehen derzeit mit 23 Punkten (acht Siege, zwei Niederlagen) an der Tabellenspitze. Am letzten Wochenende gab es zwar beim 3:4 gegen München (Tore: 2x Kirk, Ronning) die nicht unverdiente erste Heimpleite. Am Sonntag gab der Rekordmeister allerdings sofort die richtige Antwort und siegte in Krefeld mit 4:0 (Tore: 2x Vikingstad, Krestan, Eder). Jonas Neffin, den gegen München keine Schuld an den vier Gegentoren traf, feierte im Rheinland seinen bereits fünften Shutout in dieser Saison. Ein kleiner Hinweis an dieser Stelle: Den DEL-Rekord halten mit jeweils neun Shutouts die ehemaligen Top-Goalies Jimmy Waite (Ingolstadt) und Sinuhe Wallinheimo (Oberhausen). Während man gegen München nur im zweiten Drittel spielerisch überzeugen konnte und mit Liam Kirk und Ty Ronning die üblichen Verdächtigen trafen, änderte sich In Krefeld das Bild. Markus Vikingstad traf doppelt und Top-Talent Tobias Krestan erzielte mit einem tollen Solo sein erstes DEL-Tor. Das sogenannte Secondary Scoring, das auch Yannick Veilleux nach der Pleite gegen München eingefordert hatte, war nun endlich auf dem Eis zu sehen. Auch wenn z.B. Leo Pföderl und Yannick Veilleux weiterhin auf ihren ersten Saisontreffer warten, sind die Eisbären bei entsprechender Kadertiefe (Gabriel Fontaine fehlt derzeit weiterhin verletzt) nur schwer auszurechnen. Am kommenden Wochenende stehen die Berliner mit Spielen gegen Augsburg und Schwenningen zudem vor lösbaren Aufgaben.

Der Gegner am Freitag: Augsburger Panther
Die Panther stehen mit 14 Punkten auf Platz neun der Tabelle und damit in etwa dort, wo sie sich auch selbst erwartet haben, Am vergangenen Wochenende gab es jeweils 3:6-Niederlagen gegen Mannheim und Ingolstadt. Die Panther sind derzeit wie auch andere Teams von einigen Verletzungen betroffen. So muss der AEV derzeit auf seine Leistungsträger Sean Malone und Luke Toporowski verzichten, was sich auch in den Ergebnissen niederschlägt. Im Tor zeigt Ex-Eisbär Tobias Ancicka bisher durchaus ansprechende Leistungen. Seine Fangquote von fast 93 Prozent kann sich absolut sehen lassen. Auch ihr potenzieller neuer Top-Verteidiger Noel Hoefenmayer (fünf Punkte) zeigte zuletzt aufsteigende Tendenz. Im Sturm überzeugen wie schon in der Vorsaison Alexander Blank und DJ Busdeker mit jeweils neun Punkten. Topscorer der Augsburger ist etwas überraschend Verteidiger Kyle Mayhew, der mit viel Selbstvertrauen agiert und seine spielerischen und läuferischen Fähigkeiten immer besser zur Geltung bringt. Im Heimspiel am Freitag Abend sind die Eisbären dennoch der klare Favorit. Ich tippe daher auf einen 5:3-Heimsieg der Berliner (Spielbeginn: 19:30 Uhr).

Der Gegner am Sonntag: Schwenninger Wild Wings
Die Schwenninger erlebten mit fünf Niederlagen in den ersten sechs Spielen einen sehr ernüchternden Start in die neue Saison. Vor allem die schwachen Leistungen vieler als Leistungsträger geholten ausländischen Spieler (Schemitsch, Wilde, Peters, Ortega, Lebster, Cornel, Valk) machen den Wild Wings viele Sorgen. Die als Torjäger geholten Reed Lebster und Austin Ortega, die bisher jeweils erst einmal trafen, fallen nun auch noch verletzungsbedingt aus. Die Schwäne haben daher umgehend reagiert und Stürmer Connor Bunnaman verpflichtet, der am Wochenende erstmals zum Einsatz kommen könnte. Auf dem Eis haben sich die Wild Wings zuletzt etwas gefangen und konnten in Mannheim (2:1) und in Köln (3:2 n.V.) überraschende Siege feiern. In der Tabelle steht der ERC mit 11 Punkten auf Platz 13. Getragen wird das Spiel der Badener derzeit vor allem von der laufstarken und mit viel Energie spielenden „deutschen“ Reihe um Hakon Hänelt (sieben Punkte), Philip Feist und Mirko Höfflin, die beide mit jeweils neun Punkten die Topscorer der Schwenninger sind. Auf der kleinen Eisfläche wird es in Schwenningen wie gewohnt laut und heiß hergehen. Ich tippe auf einen knappen 4:3-Auswärtssieg der Berliner (Spielbeginn: 14:00 Uhr).

