DEL-Start für die Eisbären
Die aktuelle Lage bei den Eisbären
Es geht wieder los: Mit einem Heimspiel gegen Straubing starten die Eisbären am Donnerstag in die neue DEL-Saison. Bei der traditionellen Saisoneröffnungs-Pressekonferenz beim Hauptsponsor GASAG nahmen die Bosse um Geschäftsführer Thomas Bothstede und Sportdirektor Stephane Richer kein Blatt vor den Mund. Trotz einiger Neuerungen (neue Trainer, neue Torhüter) ist das Ziel klar: Die vierte Titel in Folge soll her. Angesichts der massiven Investitionen der direkten Konkurrenten aus Mannheim, Köln und München dürfte dies kein leichtes Unterfangen werden. Bothstede sprach daher auch davon, dass der ganz große Druck diesmal nicht auf den Eisbären liege.
Auf dem Eis lief es zuletzt auch wieder besser. In der CHL gelangen gegen Graz (4:1) und Herning (2:1) zwei wichtige Siege, die die Berliner auf Platz 14 und damit über den Strich beförderten. Allerdings ließ gerade gegen die Dänen die Chancenverwertung sehr zu wünschen übrig. Zum Abschluss der Vorrunde geht es im Oktober noch nach Salzburg sowie im Welli gegen Klagenfurt.
Zum DEL-Start am Donnerstag gegen Straubing wird Kapitän Kai Wissmann den Eisbären auf Grund seiner Sperre aus den letzten Playoffs noch fehlen. Freddy Tiffels könnte dagegen wieder dabei sein. Auf Lean Bergmann und Patrick Khodorenko müssen die Eisbären bekanntlich noch einige Monate verzichten. Dem Vernehmen befinden sich die Eisbären daher auf der Suche nach einem weiteren ausländischen Stürmer. Wir freuen uns sehr auf den Auftakt in der Uber Arena und sind guten Mutes, dass die Eisbären einen Heimsieg einfahren werden.

Der Gegner am Donnerstag: Straubing Tigers
Die Tigers waren in den letzten Jahren stets ein hartnäckiger Gegner der Eisbären und werden es trotz einiger prominenter Abgänge (Connolly, Fleischer, Hede) auch in diesem Jahr sein. Trainer Craig Woodcroft hat es geschafft, ein Team zu formen, welches zu einem regelmäßigen Top-Sechs-Kandidaten geworden ist. Der Kern der Tigers konnte gehalten werden, darunter auch die letztjährigen Topscorer Nick Halloran und Tyler Madden. Im Tor traf die Tigers der plötzliche Abgang von Star-Goalie Henrik Haukeland in die KHL hart. Mit AHL-Goalie Jakub Skarek konnte aber solider Ersatz geholt werden. In der Abwehr soll Joseph Duszak den spielstarken, aber launischen Ryan Merkley ersetzen. Im Sturm gibt es mit mit Ex-Wolfsburger Jean-Christophe Beaudin, Hudson Elynuik, Taro Jentzsch, Spencer Kersten und Jamieson Rees einige neue Gesichter. Vor allem Rees dürfte mit seiner außergewöhnlichen Geschwindigkeit für Furore sorgen können. Die Eisbären werden wissen, was gegen Straubing auf sie zukommt. Ich bin daher optimistisch und tippe auf einen 3:1-Heimsieg der Berliner (Spielbeginn: 19:30 Uhr).

Der Gegner am Sonntag: Adler Mannheim
Bereits am zweiten Spieltag gibt es die mit Spannung erwartete Neuauflage des DEL-Finals der letzten Saison. In der Kurpfalz wurde wie gewohnt nicht gekleckert, sondern geklotzt. Mit Ex-Eisbären-Torwart Jake Hildebrand, dem spielstarken Verteidiger Jeremie Poirier, AHL-Routinier Patrick Brown sowie Top-Stürmer Brooks Macek kamen klangvolle Neuzugänge, zu denen auch Ex-Eisbär Lennard Nieleck zählt, nach Mannheim. Das Ziel ist klar: Die erste Meisterschaft seit 2019 soll endlich eingefahren werden. Wie so oft steht den Adlern dabei ein XXL-Kader zur Verfügung. Dies könnte, vor allem auf Grund der von Trainer Dallas Eakins so verhassten U23-Regel, für einige unzufriedene Gesichter im Team der Adler sorgen. Wir dürfen gespannt sein, wohin die Reise in der neuen Saison gehen wird. Die spannendste Frage wird am Sonntag sicherlich sein, ob Jake Hildebrand gegen seinen alten Arbeitgeber im Tor stehen wird. Aktuell schätze ich den Mannheimer Kader etwas stärker als den der Eisbären ein und tippe daher auf einen 4:2-Heimsieg der Mannheimer gegen die Berliner (Spielbeginn: 14:00 Uhr).

