Vorberichte

Eisbären greifen nach der Spitze

Die aktuelle Lage bei den Eisbären

Der Rekordmeister ist auf dem besten Wege, sich in der Spitzengruppe der DEL festzusetzen. Passend dazu kommt es am morgigen Freitag zum Topspiel in der Uber Arena, wo die Eisbären (Platz 2) auf die Grizzlys Wolfsburg (Platz 3) treffen. Am Sonntag steht dann das traditionell schwere Auswärtsspiel in Bremerhaven an, die derzeit von schier unglaublichem Verletzungspech gebeutelt sind. Aber dazu später mehr. Nach dem Einzug ins Achtelfinale der CHL sind die Berliner auch europäisch voll auf Kurs. In der DEL gelangen zuletzt vier Siege in Folge. Die Offensive läuft dank des Traumduos Liam Kirk und Ty Ronning rund und auch defensiv konnte man sich in den letzten Spielen deutlich steigern. Abzuwarten bleibt, wie das Line-Up am Wochenende aussehen wird. Wer wird das Tor hüten? Können die angeschlagenen Manuel Wiederer und Leo Pföderl wieder mitwirken? Bekommt der zuletzt überzählige Gabriel Fontaine eine neue Chance? Trainer Eric Dubois hat viele Möglichkeiten und wird sicher wieder nach Leistung aufstellen. Überhaupt macht das Trainerteam bisher einen gefestigten und überzeugenden Eindruck. Die Eisbären sind definitiv bereit für die neuen Aufgaben.

Liam Kirk und Ty Ronning sind weiterhin nicht zu stoppen. (Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Der Gegner am Freitag: Grizzlys Wolfsburg

Die Niedersachsen sind stark in die Saison gestartet und stehen mit 12 Punkten direkt hinter den Eisbären auf Platz drei. Neu-Coach Tyler Haskins drückt dem Spiel der Grizzlys immer mehr seinen Stempel auf. Die Wolfsburger zeigen aggressives und laufstarkes Eishockey, was sie zuletzt auch zum überzeugenden Sieg gegen Mannheim führte. Im Tor der Grizzlys wechselten sich Hannibal Weitzmann und Dustin Strahlmeier bisher ab. Gerade Weitzmann zeigte dabei ähnlich starke Leistungen wie Eisbären-Goalie Jonas Neffin. Die Wolfsburger kommen vor allem über ihre Ausgeglichenheit und das starke Kollektiv. Sage und schreibe elf Spieler erzielten bisher mindestens vier Punkte (bei den Eisbären sind es drei Spieler). Robert Lynch und Tyler Gaudet führen die Scorerliste mit jeweils sieben Punkten an. Die Eisbären stehen also vor keiner leichten Aufgabe und werden an ihr Maximum gehen müssen, um einen weiteren Sieg einzufahren, Ich tippe auf einen 5:3-Heimsieg der Eisbären (Spielbeginn: 19:30 Uhr).

Robert Lynch ist mit sieben Punkten (zwei Tore, fünf Vorlagen) aus sechs Spielen zusammen mit Tyler Gaudet der Topscorer der Grizzlys Wolfsburg. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Der Gegner am Sonntag: Pinguins Bremerhaven

Im Norden taten sich die Eisbären in der Vergangenheit oft schwer. Die Pinguins sind mit neun Punkten und Platz neun verhältnismäßig gut in die Saison gestartet, wenn man das Verletzungspech der Bremerhavener in Relation setzt. Gleich sieben Spieler fallen langfristig aus, für drei (Roßmy, Rausch, Krämmer) ist die Saison sogar bereits beendet. Auch ihr Königstransfer Alex Broadhurst wird noch einige Zeit fehlen. Daher wurde in dieser Woche nochmal nachgelegt und mit Keean Washkurak ein neuer Stürmer aus der AHL verpflichtet. Im Jahr eins nach Jan Urbas und Ziga Jeglic sind die Pinguins noch dabei, sich neu zu finden. Trotz aller Widrigkeiten bleibt Bremerhaven ein unangenehmer Gegner, der den Eisbären das Leben wie gewohnt schwermachen wird. Ich bin leicht optimistisch und tippe auf einen 3:2-Auswärtssieg der Berliner (Spielbeginn: 16:30 Uhr).

Offensiv-Verteidiger Akito Hirose ist mit vier Punkten aus sechs Spielen (zwei Tore, zwei Vorlagen) der Topscorer der Pinguins Bremerhaven. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

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