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Spielbericht: Eisbären vs. Wolfsburg

Die Eisbären gewinnen auch ihr fünftes Ligaspiel in Folge und klettern mehr als verdient auf den ersten Tabellenplatz! Diese Begegnung war in vielerlei Hinsicht eine Art Machtdemonstration. Warum das so war, gilt es nun in gewohnter Form zu analysieren!

Im Line-up gab es nur wenige Veränderungen. Manu Wiederer konnte nach dem üblen Einsteigen von Julius Karrer zum Glück wieder auflaufen, Leo Pföderl blieb dagegen angeschlagen auf der Tribüne. Seinen Platz in der zweiten Reihe nahm Gab Fontaine ein. Im Tor startete zum vierten Ligaspiel in Folge Jonas Neffin. Mit seinen derzeitigen Leistungen ist das auch nur folgerichtig.

Mit den Grizzlys reiste ein weiteres formstarkes Team in die Bundeshauptstadt. Mit 23 erzielten Toren lagen die Wolfsburger vor dem Spiel ligaweit auf dem dritten Platz! Somit durfte man ein weiteres hochklassiges Spiel erwarten, und das boten beide Teams auch von Beginn an. Ähnlich wie gegen Nürnberg sah man den Gästen ihr erarbeitetes Selbstvertrauen an. Mit klaren und schnellen Pässen versuchten sie, die Eisbären-Abwehr permanent auseinanderzuziehen.

Unsere Jungs hielten allerdings wieder gut dagegen und so entwickelte sich im ersten Drittel eine ausgeglichene Partie! Das spielerische Momentum wechselte dabei immer wieder von der einen zur anderen Seite. Beide Mannschaften erspielten sich einige wenige, dafür aber hochkarätige Chancen. Die Torhüter hielten ihre Kästen jedoch souverän sauber. Insgesamt wirkten die Wolfsburger im ersten Drittel leicht überlegen!

Dies sollte sich im Mittelabschnitt allerdings von Beginn an ändern. In den ersten zwei Minuten bauten die Eisbären enormen Druck auf den Kasten von Strahlmeier auf. Der Führungstreffer wollte allerdings noch nicht fallen. Vor allem Gab Fontaine sah man den Willen an, endlich richtig in dieser Saison anzukommen. Immer häufiger blitzte seine altbekannte Spielfreude auf. Hier darf man wirklich gespannt auf die kommenden Begegnungen sein!

Zwar kamen auch die Wolfsburger durch ein Überzahlspiel besser in dieses Drittel, insgesamt war es aber wieder einmal der Spielabschnitt, in dem die Eisbären den Grundstein für ihren Erfolg legten. Zunehmend erspielte man sich klarere und hochwertigere Chancen. Eine davon nutzte unsere Paradereihe mustergültig zur Führung. Entscheidend war allerdings auch der weitere Einsatz in den verbleibenden Minuten vor der zweiten Pause.

Man blieb weiter auf dem Gaspedal und erspielte sich zusätzliche Einschussgelegenheiten. Eine davon konnte nur durch eine „Notbremse“ der Wolfsburger Verteidigung gestoppt werden. Der daraus resultierende Penaltyschuss wurde vom gefoulten Foudy höchstpersönlich verwandelt. Man kann festhalten, dass die Eisbären durch ihre konsequente Spielweise einen weiteren hochklassigen Gegner zunehmend mürbe gespielt haben.

Im letzten Drittel setzten sie die Gäste dann endgültig schachmatt. Zunächst überstand man ein weiteres Unterzahlspiel souverän, anschließend verwertete man einen der zahlreichen Konter zum hochverdienten 3:0. Aber auch danach blieb man konstant auf dem bereits erwähnten Gaspedal. Zwar musste man bei einer doppelten Unterzahl kurzzeitig den Rückwärtsgang einlegen, aber auch in dieser Schaltposition spielten die Eisbären hervorragend – und das nicht nur an diesem Abend!

Defensiv war es eine Mischung aus gutem Stellungsspiel, harter Zweikampfführung und cleveren Befreiungsschlägen. Stellenweise war das wirklich beeindruckend und begeisternd anzusehen. Nach überstandener doppelter Unterzahl legte man wieder den offensiven Gang ein und nutzte sogar ein eigenes Powerplay zur endgültigen Entscheidung. Andy Eder hatte bei seinem Passversuch das nötige Glück des Tüchtigen, das man sich in den vergangenen Wochen allerdings auch redlich verdient hat.

Die mittlerweile gebrochenen Grizzlys kassierten anschließend noch den fünften Treffer durch Doppelpacker Tiffels. Entscheidend für diesen Erfolg war erneut eine geschlossene Mannschaftsleistung in allen Zonen des Eises. Gepaart mit der spielerischen Klasse der ersten Reihe ist das derzeit wirklich eine Machtdemonstration. Aber auch die anderen Reihen leisten ihren offensiven Beitrag und belohnen sich zunehmend häufiger für ihren großartigen Einsatz.

Und na ja, den Neffin haben wir ja auch noch im Tor. Dieser Junge ist ein Phänomen! Uns war zwar bewusst, welches Talent in ihm steckt, aber den Sprung von Liga zwei in die PENNY DEL derartig kaltschnäuzig zu bewältigen, ist einfach nur phänomenal!

Derzeit befinden sich die Eisbären in einer beeindruckenden Frühform und haben dabei noch nicht einmal ihr volles offensives Potenzial ausgeschöpft. Mit diesem herausragenden Gefühl können wir perfekt ins Wochenende starten!

Wir wünschen euch nun einen entspannten Samstag und anschließend viel Spaß beim Verfolgen der sonntäglichen Partie in Bremerhaven. Wir lesen uns dann wieder! 🏒💪

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