Vorberichte

Entscheidung in der CHL

Die aktuelle Lage bei den Eisbären

Die Eisbären konnten am Wochenende zwei wichtige Siege feiern. Nach konstant starker Leistung gelang in Frankfurt ein 2:0-Sieg (Tore: Davidson, Kirk). Im Heimspiel gegen den starken Tabellenführer aus Nürnberg kämpfte man sich nach schwerem Spiel dank der gewohnten Effizienz vor dem Tor zu einem 4:1-Sieg (Tore: 3x Ronning, Eder). Jonas Neffin zeigte sich in beiden Spielen in erneut herausragender Verfassung und entschärfte vor allem gegen Nürnberg etliche Hochkaräter der Ice Tigers, die viele Zweikämpfe gewannen und stets schnell nach vorne spielten. Hervorheben möchte ich an dieser Stelle Neffins mentale Stärke, sich nach seinem Fauxpas zum 0:1 nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Der Wechsel in die höchste deutsche Spielklasse scheint ihm offenbar nichts auszumachen. Neffin macht einfach dort weiter, wo er als Spieler des Jahres der DEL 2 in Regensburg aufgehört hatte. Mit seinen Top-Leistungen setzt er natürlich auch Jack LaFontaine unter Druck, der angesichts des engen Spielplans sicherlich zeitnah wieder zwischen den Pfosten stehen wird. Trainer Eric Dubois möchte sich bislang auf keine Nummer eins im Eisbären-Kasten festlegen und eher noch den weiteren Saisonverlauf abwarten,

Jonas Neffin musste in seinen ersten drei DEL-Spielen im Eisbären-Tor erst einmal hinter sich greifen. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Apropos Top-Leistungen: Da wären wir ganz schnell beim weiterhin heißesten Sturm-Duo der Liga: Ty Ronning und Liam Kirk. So langsam aber sicher gehen einem die Superlative für die Leistungen der beiden Ausnahme-Stürmer aus. Auch am Wochenende drückten sie dem Eisbären-Spiel ihren Stempel auf und sorgten beinahe im Alleingang für die beiden Siege der Berliner. Vor allem der Hattrick von Ronning sowie die drei sehr starken Vorlagen von Kirk begeisterten am Sonntag die Fans der Eisbären. Mit jeweils 13 Punkten aus nur sechs Spielen thronen sie einsam an der Spitze der DEL-Scorerwertung.

In der CHL stehen die Berliner vor den entscheidenden Spielen und haben zum Abschluss zwei Gegner aus dem südlichen Nachbarland vor den Augen: Am Mittwoch geht es nach Salzburg, bevor man eine Woche später im Welli den Klagenfurter AC empfängt. Nach Rechnung von Trainer Eric Dubois dürfte ein Sieg aus diesen beiden Spielen für den Einzug ins Achtelfinale genügen. Dubois kündigte an, den einen oder anderen angeschlagenen Spieler in Salzburg schonen zu wollen. Laut den Eisbären werden Leo Pföderl (angeschlagen), Manuel Wiederer, der am Sonntag nach einem Kniecheck von Julius Karrer (ein Spiel Sperre) verletzt ausschied und Mitch Reinke, dessen Frau weiterhin kurz vor der Geburt ihres Kindes steht. in Salzburg nicht zum Aufgebot gehören.

Ty Ronning erzielte gegen Nürnberg seinen bereits fünften Hattrick im Trikot der Eisbären. (Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Der Gegner am Mittwoch: Red Bull Salzburg

Der Gegner aus der Mozartstadt ist seit dem Einstieg von Red Bull im Jahre 2000 und der kompletten Übernahme des Klubs im Jahr 2004 das Maß aller Dinge im österreichischen Eishockey. Vor allem die bekannte Nachwuchs-Akademie in Liefering gehört zu den besten in ganz Europa. Seitdem holte man zehn Meisterschaften und triumphierte in den Jahren 2022-2025 sogar 4x in Folge. In der vergangenen Saison ereilte die Red Bulls allerdings das Aus im Viertelfinale. Und auch in dieser Saison läuft es bislang alles andere als rund. Nach acht Spielen stehen die Salzburger nur auf Rang zehn der ICE HL. In der CHL stehen sie mit Platz 20 und nur einem Sieg aus vier Spielen auch mit dem Rücken zur Wand. Bekannteste Spieler im Kader der Mozartstädter sind Torwart David Kickert (Ex-Augsburg), der ehemalige Eisbär Olivier Galipeau, der Ex-Münchner Adam Brooks, die Raffl-Brüder Michael und Thomas sowie der langjährige Nationalstürmer Peter Schneider. Da wir das Line-Up der Berliner für dieses Spiel nur erahnen können, tippe ich auf einen 4:2-Heimsieg der Red Bulls (Spielbeginn: 20:20 Uhr).

Adam Brooks, hier noch im Münchner Trikot, stürmt nun für den EC Red Bull Salzburg in der ICE HL. Deutschland. (Foto von Bruno Dietrich / City-Press GmbH Bildagentur)

Der Gegner am Mittwoch nächster Woche: Klagenfurter AC

Beim KAC muss ich immer sofort an Stürmer Nick Petersen denken, der die Eisbären nach herausragenden Leistungen und der Vizemeisterschaft im Jahr 2018 verließ und seitdem für die Rotjacken am schönen Wörthersee spielt. Obwohl Petersen inzwischen 37 Jahre alt ist, geht er weiterhin mit Leistung voran und ist aktuell der Topscorer des KAC, dessen Saisonstart mit Platz zwei in der ICE HL als äußerst gelungen bezeichnet werden darf. In der CHL sieht es dagegen nicht so rosig aus. Nach einem Sieg in vier Spielen stehen die Österreicher auf Platz 21 und haben nur noch theoretische Chancen auf das Weiterkommen. Der 19-fache Meister gilt in Österreich quasi als die Mutter aller Traditionsvereine. Der letzte Titel im Jahr 2021 liegt allerdings schon fünf Jahre zurück. In der letzten Saison schied man im Viertelfinale aus, die beiden Jahre zuvor verlor der KAC das Finale gegen Liga-Primus Salzburg. Ein weiteres bekanntes Gesicht im Kader der Klagenfurter ist Stürmer Travis St. Denis (34), der in der DEL für Straubing und Ingolstadt stürmte. Auch hier ist ein Tipp angesichts des unklaren Line-Ups schwierig. Allerdings setze ich auf den Heimvorteil im Welli und tippe auf einen 3:1-Heimsieg der Eisbären (Spielbeginn: 19:30 Uhr).

Nick Petersen stürmt seit mittlerweile acht Jahren für den KAC und ist mit neun Punkten aus acht Spielen auch in dieser Saison der teaminterne Topscorer in der heimischen ICE HL. (Quelle: City-Press Gmbh/ München)

Schreibe einen Kommentar