Spielbericht: Mannheim vs. Eisbären
Nachdem der Spielbericht zum Auftaktsieg gegen Straubing leider krankheitsbedingt ausfallen musste, gibt es dafür heute einen umso ausführlicheren Spiel- und Reisebericht.
Während wir gerade gemeinsam mit dem Trainergespann im ICE zurück nach Berlin tuckern – die Hinfahrt war immerhin pünktlich 😅 –, hat sich die Mannschaft geschlossen auf den Weg in die andere Richtung gemacht. München stand an der Anzeigetafel, aber das ist auch nur eine Vermutung. Keine Ahnung, was da gerade so abgeht! 🥨🤭
Das Trainerteam analysiert derweil fleißig die Partie und philosophiert amüsiert über alte Eishockeygeschichten. Die Stimmung ist trotz der 3:4-Niederlage entspannt. Aber warum sollte man auch Trübsal blasen? Es war bei Weitem kein schlechtes Spiel. Warum sogar mehr drin gewesen wäre, gilt es nun in gewohnter Form zu analysieren!
Zunächst der standardmäßige Blick auf das Line-up. Kai Wissmann kehrte nach seiner Sperre zurück ins Aufgebot und fand seinen gewohnten Platz neben Jonas Müller. Auch Freddy Tiffels durfte sein erstes Spiel in dieser Saison absolvieren. Neben Ty Ronning und Liam Kirk lieferte er ein solides Comeback! Gab Fontaine rutschte dafür etwas überraschend in die vierte Reihe neben Wiederer und Griva. Man wollte wohl nicht gleich alle Angriffsreihen durcheinanderwirbeln. Im Tor erhielt erneut LaFontaine den Vorzug vor Neffin!
Die Eisbären erwischten einen nahezu perfekten Start in die Partie. Bereits in den ersten Wechseln konnte man zwei Tore erzielen. Zunächst traf Jonas Müller aus ungewohnter Slotposition nach schöner Vorarbeit von Ronning und Kirk. Anschließend bereitete Kirk auch den zweiten Treffer vor, dieses Mal von Ronning höchstpersönlich erzielt. Leider hielt die Freude nur kurz. Die Adler kamen anschließend viel zu einfach zum schnellen Ausgleich.
Unsere Jungs zeigten sich davon allerdings kaum geschockt und setzten die Adler weiterhin mit ihrem gewohnt aggressiven Forechecking unter Druck! Daraus resultierten etliche gute Einschussgelegenheiten. Leider fehlte nun die Effizienz aus den ersten Minuten. Natürlich hatten auch die Gastgeber ihre Möglichkeiten, aber die Eisbären investierten deutlich mehr in dieses Drittel. Eine Führung wäre mehr als verdient gewesen! Auf dem Scoreboard stand nach den ersten 20 Minuten allerdings ein 2:2.
Im Mittelabschnitt kamen die Mannheimer deutlich griffiger aus der Kabine. Sie überspielten den weiterhin vorhandenen Forecheck der Eisbären nun mit einfacheren Mitteln und gewannen zunehmend die Zweikämpfe in der neutralen Zone. Die Mannen von Eric Dubois wirkten im Aufbau immer unkonzentrierter und verloren auch bei den Bandenduellen zunehmend den Zugriff. Aus einem dieser verlorenen Zweikämpfe resultierte schließlich der 3:2-Führungstreffer der Adler.
Leider muss man konstatieren, dass bislang nur wenige unserer Verteidiger die sonst gewohnte Sicherheit ausstrahlen. Zu viele Unsicherheiten, unnötige Puckverluste und Ungenauigkeiten im Aufbauspiel bringen vermeidbare Gefahr für den eigenen Torhüter. Das war auch schon im letzten Drittel gegen Straubing zu beobachten.
Zwar versuchte man einiges, um noch in diesem Drittel einen Weg zurück ins Spiel zu finden, aber vorne fehlten nun die Spritzigkeit und auch die Leichtigkeit aus dem ersten Spielabschnitt. Zudem verteidigten die Adler ihre eigene Zone besser und blieben auch im Konterspiel sehr gefährlich. Die Führung konnten sie allerdings nicht weiter ausbauen.
Im letzten Drittel merkte man den Eisbären zunehmend den Kräfteverschleiß durch das intensive Forechecking aus den ersten 20 Minuten an. Dennoch war man keineswegs chancenlos. Etwas überraschend fiel dann sogar der Ausgleich in eigener Unterzahl durch Manuel Wiederer. Leider verflog die unerwartete Freude allzu schnell wieder, als Justin Schütz kurz nach Ablauf der Strafe die Gastgeber erneut in Führung und letztlich zum Sieg schoss. Darauf konnten die Eisbären keine Antwort mehr geben.
Am Ende war es bei Weitem kein schlechter Auftritt. Besonders lobenswert muss man erwähnen, dass sich die Mannschaft nicht auf die zahlreichen Mannheimer Provokationen eingelassen hat. Genau das war im vergangenen Jahr noch mitursächlich für die erste Niederlage im dritten Ligaspiel!
Mit ein bisschen mehr Effizienz und ein paar weniger Unkonzentriertheiten in der Abwehr wäre ein Sieg mehr als möglich gewesen. Für diesen frühen Zeitpunkt in der Saison war es aber ein solider Auftritt, aus dem man seine Schlüsse ziehen wird – so wie es gerade hier am Trainertisch im mittlerweile hinter Frankfurt stehenden ICE intensiv passiert.
Die Zeit bis Berlin könnte somit noch lang sein! 😅 Gerade werfen auf der Strecke Menschen Steine auf die Züge! 😤
Vielleicht haben Dubois und Lambert bis zur Ankunft also genügend Zeit, nicht nur dieses Spiel, sondern gleich noch die nächsten drei Gegner zu analysieren. 🤭
Wir wünschen euch morgen einen guten Start in die neue Arbeitswoche! Am Freitag geht es in Köln weiter! 💪🏒
