AllgemeinAnalysen

KADER-ANALYSE 26/27 „Die Offensive“

Die Eisbären stehen bekanntlich vor einer Saison, die einige Neuerungen mit sich bringen wird. Die zahlreichen Fans müssen sich nicht nur an ausschließlich digitale Tickets, sondern auch an neue Trainer (Eric Dubois, Dan Lambert) und Torhüter (Jack LaFontaine, Jonas Neffin) gewöhnen. Auch im Sturm gibt es mit den U23-Stürmern Noel Saffran, Rihards Griva, dem frischgebackenen NHL-Draftpick Tobias Krestan sowie Rückkehrer Gabriel Fontaine einige neue Gesichter. Als gefühlter Neuzugang müsste hier auch Patrick Khodorenko genannt werden, der auf Grund seiner schweren Knieverletzung nur vier Spiele im EHC-Trikot bestreiten konnte. Aber dazu später mehr. Stephane Richer hat den Sturm einer ordentlichen Verjüngungskur unterzogen. Alle Neuzugänge sind unter 30 Jahren, während u.a. Marcel Noebels (34), Blaine Byron (31) und Jean-Sebastien Dea (32) die Eisbären verlassen haben. Es wird also definitiv auf die Zukunft gesetzt, auch wenn der Abschied einiger langjähriger Leistungsträger dem einen oder anderen eine Träne ins Auge trieb.

#8 NOEL SAFFRAN

Noel Saffran konnte im Trikot der Iserlohn Roosters bereits einige DEL-Erfahrung sammeln, (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Noel Saffran wurde unmittelbar nach den Absagen von Elias Schneider und Maxim Schäfer unter Vertrag genommen., was für viele Eisbären-Fans nach einer Notlösung aussah. Saffran fällt mit seinen 22 Jahren noch unter das U23-Kontingent und konnte in Mannheim und Iserlohn bereits DEL-Erfahrung sammeln. In bislang 88 Spielen kommt er auf ein Tor, welches er ausgerechnet gegen die Eisbären erzielte, sowie eine Vorlage. In der DEL2 war er für Bietigheim und Regensburg im Einsatz und kam in 40 Spielen auf sechs Punkte (drei Tore, drei Vorlagen). Saffrans Stärken liegen eher nicht im Scoring, sondern in anderen Bereichen. Mit seinen 1,87 m und 91 kg gilt er als zweikampfstark und wird vor allem an der Bande ein unangenehmer Gegenspieler sein. Nach den Verpflichtungen von Griva und Krestan könnte Saffran es schwer haben, sich im DEL-Team der Berliner zu etablieren, Er unterschrieb einen Vertrag über ein Jahr.

#9 TY RONNING

Ty Ronning hatte in seiner bisheriger Berliner Zeit viel zu jubeln und wurde in seinen drei Jahren als Eisbär dreimal Deutscher Meister. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Was ist noch nicht über unseren kleinen Wirbelwind geschrieben worden? Auch wenn die letzte Saison nicht mehr so überragend verlief wie die vorherige, war Ronning mit 57 Punkten (28 Tore, 29 Vorlagen) aus 51 Spielen erneut ein absoluter Top-Stürmer der Liga. Zudem darf nicht vergessen werden, dass er mit anhaltenden Knieproblemen 18 Spiele der Vorrunde verpasst hatte. In den Playoffs war er mit 20 Punkten (9 Tore, 11 Vorlagen) zusammen mit Liam Kirk punktbester Spieler der Endrunde. Im Laufe der Saison merkte man mitunter, dass sich die Gegner etwas besser auf den Spielstil von Ronning eingestellt hatten, was vor allem im Powerplay zu beobachten war. Auch körperlich wurde er deutlich häufiger attackiert als in der Vergangenheit. Die Viertelfinale-Serie gegen Straubing sei hier als Beispiel genannt. Letztendlich besitzt der kleine Eisbären-Stürmer aber so viel Qualität und das Gespür für gefährliche Räume rund ums Tor, dass er kaum auszuschalten ist. Ronnings Vertrag läuft in einem Jahr aus. Bereits jetzt ranken sich vage Gerüchte um Interesse aus der Schweiz am Berliner Top-Stürmer. Wir dürfen gespannt sein, ob Stephane Richer die Nummer 9 erneut von einem Verbleib beim deutschen Rekordmeister überzeugen kann.

#10 LEAN BERGMANN

Lean Bergmann verletzte sich im Halbfinale gegen Köln schwer am Knie und wird spätestens im Dezember auf dem Eis zurückerwartet. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Dass Lean Bergmann weiterhin das Eisbären-Trikot trägt, kann durchaus als etwas überraschend eingestuft werden. Es lief offensiv nicht wirklich rund: In 54 Spielen kam er auf 20 Punkte (4 Tore, 16 Vorlagen). Zudem bereiteten seine ineffektive Spielweise und etliche unnötige Strafzeiten sicherlich nicht nur vielen Zuschauern der Eisbären-Spiele einige Kopfschmerzen, Eine Verlängerung seines auslaufenden Vertrags erschien lange Zeit fraglich, eine mögliche Rückkehr nach Iserlohn war im Gespräch. Durch eine deutliche Leistungssteigerung in den Playoffs verdiente er sich aber doch noch einen neuen Ein-Jahres-Vertrag. Seine schwere Knieverletzung, die seine Saison im Halbfinale gegen Köln vorzeitig beendete, wird ihn auch noch in den kommenden Wochen oder sogar Monaten außer Gefecht setzen. Ein Bergmann in starker Form ist für die Eisbären und ihre offensive und energiegeladene Spielweise dennoch ein wichtiges Faustpfand in den hinteren Reihen.

#13 PATRICK KHODORENKO

Patrick Khodorenko konnte in seinen wenigen Auftritten im EHC-Trikot bereits voll überzeugen und möchte in der kommenden Saison wieder voll angreifen. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Obwohl er auf Grund seiner schweren Knieverletzung nur knapp vier Spiele für die Eisbären bestreiten konnte, hat Patrick Khodorenko die Eisbären-Verantwortlichen sofort von sich und seinen Qualitäten überzeugt. Daher wurde der Vertrag des 27-jährigen Mittelstürmers um ein Jahr verlängert. In Erinnerung bleibt defintiv sein Auftritt in Augsburg, als er sein erstes Tor für die Eisbären erzielte und kurz vor Spielende bei 6-5 mit einem wunderbaren Pass Freddy Tiffels am langen Pfosten fand, der zum Ausgleich treffen konnte. Khodorenko gilt als technisch starker Spielmacher mit hervoragendem Spielverständnis und einem guten Auge für die Mitspieler. Die Nummer 13 der Eisbären spielte in der AHL (Hartford) mehrere Jahre an der Seite von Ty Ronning und gilt als guter Freund des Eisbären-Torjägers. Wir können uns daher gut vorstellen, dass Khorodenko künftig, sofern er wieder topfit sein sollte, die Top-Reihe der Eisbären centern wird. Momentan kann er leider noch nicht am Mannschaftstraining der Eisbären teilnehmen. Wir hoffen sehr, dass dies in naher Zukunft geschehen wird. Andernfalls ist nicht auszuschließen, dass die Eisbären doch noch einmal auf dem Transfermarkt tätig werden könnten.

#21 MANUEL WIEDERER

Manuel Wiederer möchte die Eisbären-Fans auch in der kommenden Saison mit wichtigen Toren wieder zur Ekstase treiben. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Manuel Wiederer gilt weiterhin als einer der besten Defensiv-Stürmer der Liga. Vor allem in Unterzahl ist er eine Bank. Offensiv hatte er nicht sein bestes Jahr. In 55 Spielen kam er auf 17 Punkte (6 Tore, 11 Vorlagen). Aber spätestens in den Playoffs hat man wieder seinen Wert gesehen. Unvergessen bleibt sicher sein wichtiges Unterzahl-Tor im Halbfinale gegen Köln. Der inzwischen 29-jährige Wiederer besitzt bei den Eisbären noch einen Vertrag bis 2028 und wird wohl auch in Zukunft die vierte Reihe der Eisbären als Center anführen.

#23 RIHARDS GRIVA

Rihards Griva überzeugte auch schon im Mannheimer Nachwuchs –  (Foto von Moritz Eden /City-Press GmbH Bildagentur)
Dateiname

Der 19-jährige Zwillingsbruder von Gustavs Griva, der einen Verbleib in Nordamerika einem Wechsel zu den Eisbären vorgezogen hat, verstärkt ebenfalls den U23-Sektor der Berliner. Rihards dominierte zusammen mit seinem Bruder im Mannheimer Trikot die DNL und kam in 83 Spielen auf 142 Punkte (63 Tore, 79 Vorlagen). Es folgte, zusammen mit seinem Bruder, der Wechsel nach Nordamerika zu den Madison Capitols in die USHL. Im Gegensatz zu Gustavs, der eine starke Saison hinlegte, tat Gustavs sich etwas schwerer und kam in 54 Spielen auf 15 Punkte (5 Tore, 10 Vorlagen). Nun kehrt er nach Deutschland zurück und möchte sich in Berlin in der DEL beweisen. Rihards Griva verfügte über eine starke Technik und eine gute Übersicht. Zudem gilt er als jemand, der stets viel Energie aufs Eis bringt, was Ähnlichkeiten im Spielstil von Lean Bergmann aufweisen könnte. Wir freuen uns, ihn bald im Eisbären-Trikot zu sehen.

#37 MARKUS VIKINGSTAD

Markus Vikingstad spielte im Berliner Trikot seine bisher punktbeste DEL-Saison. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Markus Vikingstad wurde vor der letzten Saison als Ersatz des in die NHL gewechselten Josh Samanski verpflichtet und mit einem Vertrag bis 2028 ausgestattet. Der 26-jährige Deutsch-Norweger hatte in Berlin einen eher durchwachsenen Start, trumpfte aber im Laufe der Saison immer mehr auf und spielte seine punktbeste Saison in seiner bisherigen DEL-Karriere. In 58 Spielen kam er auf 32 Punkte (17 Tore, 15 Vorlagen). In Erinnerung bleiben sicherlich sein überragendes Solo-Tor zum 3:3-Ausgleich gegen Mannheim in der Vorrunde sowie sein starkes Rückhand-Tor im Finale vier gegen die Adler, als der vorzeitige Titelgewinn in der heimischen Uber Arena nur knapp verpasst wurde. Vikingstad centerte meist die dritte Reihe der Eisbären und überzeugte durch Zweikampfstärke, Übersicht und verantwortungsvolles Defensivspiel. Wir sind uns sicher, dass die Nummer 37 der Eisbären noch nicht am Ende seiner Entwicklung angekommen ist und uns auch in den kommenden Jahren noch viel Freude bereiten wird.

#38 YANNICK VEILLEUX

Yannick Veilleux ist der unumstrittene Publikumsliebling der Eisbären-Fans. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Der Berliner Publikumsliebling, dessen Vertrag jüngst um zwei weitere Jahre verlängert wurde, geht in seine mittlweile sechste Saison mit den Eisbären. Veilleux, der stets auch nahezu den kompletten Sommer in der Hauptstadt verbringt, identifiziert sich außergewöhnlich stark mit der Stadt und dem Berliner Eishockey-Klub. Auch wenn er auf dem Eis mitunter über die Stränge schlägt und bereits so einige Sperren hinnehmen musste, ist der Wert von Veilleux, der stets sein Herz auf dem Eis lässt, nicht hoch genug zu bewerten. Veilleux arbeitet an beiden Enden des Eises hart und ist ein verlässlicher Teamkollege, der sich auch offensiv stets weiterentwickelt. Mit 36 Punkten (18 Tore, 18 Vorlagen) in 60 Spielen war er erneut ein wichtiger Faktor im Offensiv-Spiel der Berliner. Vor allem im Powerplay ist er vor dem Tor kaum wegzudenken. Veilleux ließ kürzlich in einem Interview in der Berliner Morgenpost verlauten, dass er sich ein Karriereende in Berlin absolut vorstellen kann.

#43 ANDREAS EDER

Andreas Eder wird auch in der kommenden Saison über Tore im Eisbären-Trikot jubeln. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Andy Eder kam unter den bekannten dramatischen und emotionalen Umständen zum deutschen Rekordmeister, zeigte aber sofort, dass er eine Verstärkung für die Eisbären darstellt. In 69 Spielen kam er auf 45 Punkte (17 Tore, 28 Vorlagen). Auch wenn ihm das Schussglück in den Playoffs etwas abhanden ging, hatte er mit seiner Erfahrung und Cleverness einen großen Anteil am erneuten Meistertitel der Berliner. Eder besitzt noch einen Vertrag über ein Jahr und wird wahrscheinlich in Reihe drei eingesetzt werden. Auch im Powerplay der Eisbären ist er dank seines harten Schusses stets eine gute Option.

#77 ERIC HÖRDLER

Eric Hördler hofft auf einen weiteren Sprung in seiner Entwicklung. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Saison des 21-jährigen Sohns der Eisbären-Legende Frank Hördler verlief nicht ganz wie erhofft. Vor der letzten Saison erwarteten vielen Experten den endgültigen Durchbruch des jungen Stürmers. In 69 Spielen kam Hördler auf 12 Punkte (4 Tore, 8 Vorlagen), was dank eines starken Saisonendspurts doch noch die beste Saison seiner noch jungen DEL-Karriere wurde. Hördler spielt meistens solide an der Seite von Manuel Wiederer und hat an Spielverständnis zugelegt. In Sachen Konstanz und Torgefahr besteht allerdings noch Luft nach oben. Sportdirektor Stephane Richer vertraut auch in Zukunft auf die Fähigkeiten der Nummer 77 und stattete ihn mit einem neuen Drei-Jahres-Vertrag bis 2029 aus.

#91 TOBIAS KRESTAN

Tobias Krestan wurde kürzlich von den LA Kings gedrafted und nahm im Juni auch am Development Camp der Eisbären teil. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Als schon fast niemand mehr damit rechnete, schlug Stephane Richer doch noch einmal auf dem Transfermarkt zu und holte mit Tobias Krestan einen echten Rohdiamanten nach Berlin. Der 18-jährige verbrachte die letzten Jahre beim HV71 in Jönköping und wurde in diesem Sommer von den LA Kings in der siebten Runde gedrafted. Mit 1,88 m und 88 kg bringt Krestan bereits eine gewisse körperliche Stabilität mit. In der U20 von Jönköping kam er zuletzt auf starke 22 Punkte in 27 Spielen. Krestan besitzt bereits einige beeindruckende Fähigkeiten. Neben seiner Größe, die ihm in Zweikämpfen hilft, verfügt er über eine starke Übersicht, gute Technik und vor allem über einen starken Schuss. Mit diesem Transfer ist Stephane Richer noch einmal ein Ausrufezeichen gelungen. Die Eisbären-Fans dürfen sich auf einen hochtalentierten jungen Stürmer freuen, dessen Zukunft in der NHL liegen könnte. Der Sohn von Ex-DEL-Stürmer Radek Krestan unterschrieb bei den Eisbären einen Zwei-Jahres-Vertrag bis 2028. Beim öffentlichen Training deutete er bereits an, welch enormes Potenzial in ihm schlummert.

#93 LEO PFÖDERL

Leo Pföderl ist seit mittlerweile sieben Jahren ein absoluter Leistungsträger im Team des deutschen Rekordmeisters. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Der 32-jährige Bayer geht bereits in seine achte Saison im Eisbären-Trikot. Die Nummer 93 der Berliner hat seinen Torriecher in der letzten Saison etwas verloren. Seine Torquote sank von 34 auf 15 Treffer. Dennoch war Pföderl mit 51 Punkten (15 Tore, 36 Vorlagen) in 69 Spielen wie gewohnt ein wichtiger Faktor im Berliner Angriff. Leo hat spielerisch in den letzten Jahren enorm zugelegt und kann seine Sturmpartner mit starken Zuspielen in Szene setzen. Mit seiner Erfahrung und Cleverness ist der beste Playoff-Torschütze der DEL-Geschichte vor allem in der Crunch Time stets zu beachten.

#94 LIAM KIRK

Liam Kirk hat eine eingebaute Torgarantie und erzielte in zwei Jahren im Eisbären-Trikot unglaubliche 73 Tore. ((Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Der 26-jährige Brite spielte, nachdem er nur äußerst schwer in die Saison kam, eine absolut grandiose Saison. Am Ende standen in 69 Spielen satte 71 Punkte (41 Tore, 30 Vorlagen) zu Buche, was ihm zum Topscorer der Eisbären und zum Top-Torjäger der DEL machte. Kirk ist der Inbegriff eines Spektakel-Spielers, der mit seinem Antritt bzw. einer Aktion ein Spiel entscheiden kann. Alleine für ihn geht man als Eisbären-Fan gerne in die Uber Arena. Umso höher ist die Arbeit von Stephane Richer zu loben, der es geschafft hat, Kirk trotz lukrativen Angeboten aus ganz Europa zwei weitere Jahre in Berlin zu halten.

#95 FREDERIK TIFFELS

Freddy Tiffels ist DER Antreiber im Sturm der Eisbären und aus Berlin kaum noch wegzudenken. (Foto von Florian Pohl / City-Press GmbH Bildagentur)

Freddy Tiffels war lange Zeit der beständigste Eisbären-Spieler, auch in Zeiten, in denen es für den Rekordmeister überhaupt nicht laufen sollte. Tiffels, die Konstanz in Person, spielte daher seine punktbeste Saison im Eisbären-Trikot und kam in 69 Spielen auf 61 Punkte (10 Tore, 51 Vorlagen). Der 31-jährige gilt als offensiv wie defensiv gleichermaßen stark, sorgt dank seiner Laufstärke stets für Entlastung und ist im Forecheck und in Unterzahl einer der besten Spieler der Liga. Unvergessen bleibt, wie er in Spiel fünf der Finalserie in Mannheim den Puck dank seiner Beharrlichkeit eroberte und so den Führungstreffer von Ty Ronning überhaupt erst ermöglichte. Tiffels wird so gut wie nie müde und hat einfach stets Spaß am Eishockey, woran sich die Eisbären-Fans noch mindestens drei weitere Jahre erfreuen dürfen.

#97 GABRIEL FONTAINE

Gabriel Fontaine spielte 24/25 eine sehr starke Saison in Berlin und möchte nun an dieser erfolgreiche Zeit anknüpfen. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Der verlorene Sohn ist nach einer eher durchwachsenen Saison in München wieder zurück in Berlin. Vor einem Jahr war die Enttäuschung groß, als Fontaine nach einer starken Saison und 49 Punkten (22 Tore, 27 Vorlagen) die Eisbären verließ und beim Konkurrenten in München anheuerte. Dort wurde die alte und neue Nummer 97 der Eisbären aber nicht glücklich, wurde durch Verletzungen ausgebremst und kam in 39 Spielen auf nur 21 Punkte (10 Tore, 11 Vorlagen). Fontaine, der sich in Bayern auch abseits des Eises nie so richtig wohlfühlte, stand weiterhin mit den Verantwortlichen und Spielern der Eisbären in Kontakt und kehrte schließlich mit neuem Zwei-Jahres-Vertrag an seine alte Wirkungsstätte zurück. Wir hoffen, dass er hier an seine starke erste Saison anknüpfen kann und die Eisbären-Fans wieder mit seinem Tempo, seinem Spielwitz und seiner Zweikampfstärke verzücken wird.

FAZIT

Der Angriff der Eisbären lässt in Sachen Qualität praktisch keine Wünsche offen. Die Mischung aus Tempo, Kreativität (Ronning, Kirk, Fontaine, Tiffels, Khodorenko) und bedingungslosem Einsatz (Veilleux, Eder, Bergmann, Wiederer) stimmt erneut. Der Sturm wurde deutlich verjüngt, was etwas zu Lasten der Quantität ging. Es bleibt zu hoffen, dass die Verletzungshexe in der neuen Saison nicht so oft zuschlagen wird wie in der abgelaufenen Spielzeit. Dann sollte wie gewohnt viel Spektakel garantiert sein, zumal auch Neu-Trainer Eric Dubois dafür bekannt ist, seine Mannschaften sehr offensiv agieren zu lassen.

Hier noch ein mögliches und derzeit von uns favorisiertes Line-Up:

Ronning – Khodorenko – Tiffels

Pföderl – Fontaine – Kirk

Eder – Vikingstad – Krestan/Griva

Hördler – Wiederer – Veilleux

Griva/Krestan/Saffran

Beitragsbild: City-Press GmbH

Schreibe einen Kommentar