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Traumfinale gegen den Erzrivalen

Die aktuelle Lage bei den Eisbären

Die Eisbären stehen tatsächlich zum 15. Mal im DEL-Finale und gewannen die Serie gegen den überlegenen Hauptrunden-Sieger Kölner Haie am Ende verdient mit 4:2! Wer hätte das noch vor wenigen Wochen gedacht? Selbst wir vom Puckgeflüster-Team reiben uns angesichts der zeitweise grandiosen Leistungen der von etlichen schweren Verletzungen gebeutelten Bären immer wieder die Augen.

Das Team von Trainer Serge Aubin griff in der Halbfinale-Serie gegen die Haie gewohnt tief in die Playoff-Trickkiste und brachte die Kölner mit deutlichen verbesserten Special Teams und regelmäßigem Forecheck schier zur Verzweiflung. Bis auf den überragenden Dominik Bokk erreichte kaum ein Haie-Stürmer seine Topform und auch Star-Goalie Janne Juvonen konnte sein Top-Level im Verlauf der Serie nicht mehr halten. Sein Gegenüber Jonas Stettmer lief ihm deutlich den Rang ab und hatte einen erheblichen Anteil am Finaleinzug der Berliner.

Überhaupt ist seit dem Halbfinale die Mannschaft der Star der Eisbären. Selbst weitere Verletzungen (Bergmann, Hildebrand), die in beiden Fällen das Saisonende bedeuten, konnten die Eisbären nicht beeindrucken. Etliche Spieler (Müller, Smith, Noebels, Kirk, Wiederer, Lancaster usw.) spielten eine bärenstarke Serie und zeigten, was die Eisbären in den letzten Jahren so stark gemacht hat: Unbändiger Einsatz und Wille, Präsenz in den Zweikämpfen, Zug zum Tor und die absolute Ruhe auch in hitzigen und entscheidenden Situationen. In dieser Verfassung sollte auch die Chance auf den 12. Meistertitel durchaus vorhanden sein, auch wenn mit den stark verbesserten Mannheimer Adlern nun ein sehr harter Prüfstein wartet.

Der Gegner im Finale: Adler Mannheim

Mit Berlin (elf Titel) und Mannheim (sieben Titel) treffen die beiden erfolgreichsten Mannschaften der DEL aufeinander. Wenn man zudem an die große Rivalität und Brisanz denkt, die diese Duelle Hauptstadt gegen Kurpfalz stets mit sich bringen, darf man getrost von einem echten Traumfinale sprechen. Die Mannheimer und ihre zahlreichen Fans hoffen auf den ersten Titel seit 2019. Für die Berliner wäre es der dritte Titel in Folge. Diesen Meister-Hattrick schafften die Eisbären erst einmal (2011-2013).

Der Mannheimer Kader zeichnet sich vor allem durch seine beeindruckende Tiefe aus. Von Reihe eins bis vier wissen defensiv wie offensiv alle Spieler, was sie zu tun haben. Die Adler der Saison 25/26 überzeugen in der Verteidigung wie im Angriff und verfügen über starke Special Teams. Die blaue Linie ist im Powerplay mit Spielern wie Plachta, Gawanke, Gilmour und Mattinen besetzt. Mit Anthony Greco und Zach Solow kamen auch sehr schnelle Stürmer in die Mannschaft, die sich zudem auch vor keinem Zweikampf scheuen. Wir dürfen gespannt sein, ob die Eisbären auch gegen Mannheim z.B. in Unterzahl so brillieren können, wie es im Halbfinale gegen Köln der Fall war.

Mannheim gewann die Serien gegen Bremerhaven und München jeweils mit 4:1, auch wenn gegen München sehr knappe Spiele (zwei Siege in der Overtime) dabei waren. Eishockey-Deutschland darf sich definitiv auf eine packende Finalserie freuen. Hoffen wir, dass es fair auf dem Eis zugeht und keine weiteren Spieler verletzt ausscheiden müssen. Nach den über die Saison gezeigten Leistungen gehen die Adler als leichter Favorit ins Finale. Die wiedererstarkten Eisbären werden allerdings alles in die Waagschale werfen, um dem Erzrivalen erneut einen Titel vor der Nase wegzuschnappen.

Players to watch:

. (Foto von Bruno Dietrich / City-Press GmbH Bildagentur)

Maximilian Franzreb hat sich in Mannheim zur unumstrittenen Nummer eins etabliert und war vor allem im Halbfinale gegen München mit absoluten Top-Leistungen ein Garant für den Finaleinzug der Adler. Der ehemalige Eisbären-Torwart hat eine beeindruckende Entwicklung hinter sich. Ihn zu überwinden, wird für die Eisbären-Stürmer kein leichtes Unterfangen werden.

(Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Justin Schütz ragte aus dem homogenen Kader der Mannheimer sogar noch ein Stück weit heraus. Mit elf Punkten ist er hinter Eisbär Ty Ronning und RB-Stürmer Taro Hirose drittbester Scorer der Playoffs. Sein pfeilschneller Antritt und sein Torriecher zeichnen ihn aus. Ihn werden die Eisbären-Verteidiger ganz sicher sehr weit oben auf dem Zettel haben.

(Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Jonas Müller hatte wirklich keine leichte Saison. Ohne seinen kongenialen Partner Kai Wissmann tat sich der gebürtige Berliner lange Zeit schwer, sein gewohntes Niveau aufs Eis zu bringen. In den Playoffs, wieder mit dem Kapitän der Eisbären an seiner Seite, agiert er aber wieder auf seinem Top-Level und hatte mit vier (!) Toren einen gehörigen Anteil am Erfolg über die Haie. Müller ist jemand, der vor allem in der Crunchtime Verantwortung übernimmt. Auch gegen die Adler wird er ziemlich sicher ein wichtiger Faktor auf dem Eis werden.

(Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Marcel Noebels zeigt in diesen Playoffs, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört. Der 34-jährige, der seit 12 Jahren seine Schlittschuhe für die Eisbären schnürt, geht voran, erspielt sich und seinen Mitspielern Chance um Chance und möchte es noch einmal allen zeigen, die ihn bereits abgeschrieben hatten. Sein Ziel ist klar: Er möchte sich mit einem weiteren Titel aus Berlin in Richtung Köln verabschieden. Mit einem Noebels in dieser Topform sollte dies auch im Bereich des Möglichen liegen.

Wie geht die Serie aus?

Wie oben bereits geschrieben, gehen die Adler unserer Meinung nach als leichter Favorit ins Finale. Beide Teams werden körperlich an die Grenze gehen. Die Leistung der Torhüter sowie die Special Teams werden entscheidend zum Ausgang der Serie beitragen. Wir freuen uns alle sehr auf diesen Showdown und haben dies auch bereits im brandneuen Podcast besprochen. Hört gerne auch dort herein, wenn ihr top vorbereitet sein wollt. Genießt diese Spiele und drückt in der Arena sowie vor dem Bildschirm die Daumen, dass unsere Eisbären auch den 12. Stern erobern werden. Hier noch unsere Tipps zum Ausgang der Serie:

Rick: MAN-EBB 4:3

Jakob: MAN-EBB 2:4

Alex: MAN–EBB 2:4

Dustin: MAN-EBB 1:4

Maarten: MAN-EBB 3:4

Holzi: MAN-EBB 2:4

Felix: MAN-EBB 2:4

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