Spielbericht: Straubing vs. Eisbären
Puh! Das musste man erst einmal sacken lassen! Die Eisbären kassieren im ersten Spiel der Viertelfinalserie eine ordentliche Abfuhr – 1:5! Bereits nach zwei Minuten stand es 0:3! Wie es dazu kommen konnte und warum man dennoch nicht verzweifeln sollte, gilt es nun in gewohnter Form zu analysieren!
Allzu lang soll der Spielbericht diesmal gar nicht werden, denn eigentlich ist die Geschichte des Spiels schnell erzählt. Die Eisbären verschlafen im Prinzip alle Starts in die jeweiligen Drittel – und kassieren genau in diesen Phasen auch sämtliche fünf Gegentreffer. Besonders bitter und letztlich spielentscheidend waren die ersten beiden Minuten.
Beim ersten Treffer fehlte die Zuordnung, beim zweiten das Backchecking und beim dritten kam dann auch noch etwas Pech hinzu, als der Puck ungünstig von der Bande zurück vor das Tor sprang. Dennoch war man auch in dieser Szene alles andere als gut sortiert. Straubings gewohntes Powereishockey zu Beginn eines Spiels zeigte also eindrucksvoll Wirkung.
Mit diesem komfortablen Vorsprung im Rücken konnten die Gastgeber das Spiel anschließend natürlich ganz anders gestalten. Man zog sich bewusst etwas zurück, überließ den Eisbären die Initiative und machte die Räume extrem eng. Vor allem der Slot wurde konsequent verteidigt. Die Eisbären hatten zwar ihre Möglichkeiten und spielten phasenweise auch durchaus gefällig, aber man hatte zu keinem Zeitpunkt wirklich das Gefühl, dass sie in der Lage wären, diesen Rückstand noch einmal aufzuholen. Spätestens mit dem 4:0 zu Beginn des Mittelabschnitts war die Partie entschieden.
Leider muss man konstatieren, dass die Mannschaft von Serge Aubin an diesem Abend wieder das destruktive Eishockey zeigte, von dem wir eigentlich gehofft hatten, es hinter uns gelassen zu haben. Man war zu weit weg von den Gegenspielern, zu langsam in den entscheidenden Aktionen – sei es im Passspiel, in den Zweikämpfen oder im Abschluss – und insgesamt nicht konsequent genug im Forechecking.
Zwei positive Aspekte gab es dennoch: die Special Teams. Sowohl in Über- als auch in Unterzahl konnte man überzeugen. Daraus resultierte ein Powerplaytreffer und kein Gegentor in Unterzahl – und das gegen ein formstarkes Straubinger Überzahlspiel. Darauf lässt sich definitiv aufbauen.
Am Ende des Tages bleibt es „nur“ ein Spiel in einer hoffentlich langen Serie. Vor zwei Jahren hat man auf eine deutliche Auftaktniederlage gegen Mannheim (1:7!) ebenfalls die richtige Reaktion gezeigt. Zudem muss Straubing erst einmal beweisen, dass sie dieses intensive Powereishockey auch über mehrere Spiele hinweg aufrechterhalten können.
Dennoch ist klar: Es müssen einige Dinge angepasst werden. Andernfalls könnte die Serie schneller vorbei sein, als uns allen lieb ist.
Bereits am Freitagabend haben die Eisbären die Chance, die passende Antwort zu geben und vor heimischer Kulisse den Serienausgleich zu erzielen. Wir drücken die Daumen!
Wir sehen und/oder lesen uns nach dem Spiel am Freitag wieder. Bis dahin wünschen wir euch eine möglichst stressarme Arbeitswoche! 😌🙏
📸: City-press GmbH
