Spielberichte

Spielbericht: Eisbären vs. Mannheim

Die Eisbären besiegen in einer fulminanten Partie die Gäste aus Mannheim mit 4:2. Dabei boten die Eisbären eine kämpferisch herausragende Leistung. Dies und vieles mehr gilt es nun in gewohnter Form zu analysieren!

Den Punkt „Line-Up“ können wir diesmal relativ schnell abhandeln. Es gab keine Rückkehrer, somit galt das Motto: „Never change a winning Team!“. Das bedeutete auch den erneuten Einsatz von Moritz Kretzschmar, der wieder eine sehr abgeklärte Partie ablieferte. Teilweise musste man zweimal hinschauen, ob wirklich Moritz auf dem Eis stand – so souverän wirkten seine Bewegungen und Entscheidungen. Der Junge bringt enorme schlittschuhläuferische Qualitäten mit.

Die Entscheidung, weiter auf ihn zu setzen, ist absolut nachvollziehbar. Norwin Panochas Abschied nach der Saison nimmt immer konkretere Formen an, da fördert man natürlich lieber ein Talent, mit dem man auch perspektivisch planen kann. Wenn dieser das Vertrauen dann auch mit Leistung und Einsatz zurückzahlt, ist das umso wertvoller. Zudem ermöglicht es Serge Aubin weiterhin, mit vier Sturmreihen zu agieren. Les Lancaster sollte dabei auch an diesem Abend wieder eine wichtige offensive Rolle übernehmen.

Doch rollen wir das Spiel von vorne auf. Die Eisbären erwischten den besseren Start in die Partie. Schon in den ersten Wechseln erspielte man sich mehrere gefährliche Situationen. Immer wieder kam man zu guten Abschlüssen – einzig der Puck wollte zunächst nicht an Maxi Franzreb vorbeifinden. Am Ende war es dann einer der vielen gewonnenen Zweikämpfe, der den Weg zum Führungstreffer ebnete.

Eric Hördler drang zunächst mit guter Puckkontrolle ins Mannheimer Drittel ein und wurde vom Verteidiger eigentlich gut an die Bande gedrängt. Doch er gewann diesen Zweikampf im Stile eines Routiniers. Dadurch waren die Gäste kurz unsortiert und der frei gewordene Raum konnte von unserem Kapitän mit einem präzisen Handgelenksschuss zur Führung genutzt werden. Es war einer von vielen starken Angriffen. Über das gesamte Spiel hinweg zeigte sich eine Mischung aus kämpferischem Einsatz und spielerisch cleveren Entscheidungen, die häufig erst durch gewonnene Zweikämpfe ermöglicht wurden.

Auch danach versuchten die Eisbären, diesen Stil beizubehalten. Zwei verlorene Zweikämpfe in der Offensive – die durchaus auch als Foul hätten gepfiffen werden können – führten allerdings zum schnellen Ausgleich durch Justin Schütz. Beim zweiten Gegentreffer verfielen die Eisbären kurzzeitig wieder in alte „Slalomstangen-Verteidigungsmuster“ 🙈. Doch dieser Rückfall war nur von kurzer Dauer – auch wenn er uns in dieser Saison wohl nie ganz verlassen wird 🤭.

Es sollten jedoch die einzigen beiden Gegentreffer bleiben. Das lag vor allem an einem bärenstarken zweiten Drittel. Mannheim kam in dieser Phase kaum zu gefährlichen Offensivaktionen. Unsere Jungs ließen sich von den beiden unnötigen Gegentoren nicht aus dem Konzept bringen und spielten nun sogar noch stärker auf.

Die Intensität in den Zweikämpfen wurde weiter erhöht, die neutrale Zone wurde nahezu im Vorbeigehen überspielt. Durch konsequentes Forechecking entstanden immer wieder Druckphasen. Eine davon nutzte Yannick Veilleux zum Ausgleich. Danach wurde das Spiel zunehmend giftiger – insbesondere die Mannheimer Nummer 4 schien ein besonderes Bedürfnis nach körperlicher Nähe zu haben. Zunächst musste unsere Mannschaft jedoch zwei Unterzahlsituationen überstehen, was nahezu perfekt gelang.

Als dann überraschenderweise auch einmal gegen die Adler gepfiffen wurde, konnten die Eisbären den erneuten Führungstreffer erzielen. Etwas glücklich vielleicht, denn das Powerplay war nicht unbedingt ein Lehrbeispiel. Allerdings darf man nicht vergessen, dass Mannheim in dieser Saison über eines der stärksten Penalty Killings der Liga verfügt. Nichtsdestotrotz fiel der verdiente Siegtreffer – und zwar durch den bereits erwähnten Les Lancaster. Dieser Treffer war sinnbildlich für den gesamten Auftritt der Eisbären: Auch in schwierigeren Phasen gab man keinen Puck verloren, jeder Scheibe wurde konsequent nachgegangen. Es war eine beeindruckende Mannschaftsleistung.

Der Beginn des letzten Drittels war noch einmal kurz kritisch. Man merkte, dass sich die Adler noch etwas vorgenommen hatten. Mehr als drei wirklich druckvolle Wechsel sprangen jedoch nicht heraus. Danach übernahmen die Eisbären wieder die Kontrolle und hätten das Spiel eigentlich schon vor dem Empty-Net-Tor von Marcel Noebels entscheiden müssen.

Am Ende bleibt eine geschlossene Mannschaftsleistung, die wirklich überzeugen konnte. Nun gilt es, diese Leistung auch am Sonntag gegen München zu konservieren. Gelingt das, sollte der sechste Tabellenplatz aus eigener Kraft gesichert sein. Verdient hätten sich die Eisbären diesen Rang nach den letzten Wochen auf jeden Fall.

Nun wünschen wir euch einen wunderschönen Samstag. Wir lesen uns am Sonntagabend – hoffentlich mit einem weiteren erfreulichen Spielbericht. 😌🙏

📸:City-press GmbH

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