Vorberichte

Heimspiel-Kracher vor den Playoffs

Die aktuelle Lage bei den Eisbären

Etwas ungewohnt, aber doch die Realität: Nach drei Auswärtssiegen in Dresden (5:2), Nürnberg (5:4) und beim DEL-Primus in Köln (1:0) herrscht bei den Eisbären derzeit gute Laune und durchaus Optimismus vor dem bevorstehenden schweren Heimspiel-Wochenende mit den Kracher-Spielen gegen Mannheim und München. Die Berliner wollen den jüngst eroberten sechsten Platz unter keinen Umständen wieder hergeben. Derzeit liegt der EHC mit 79 Punkten zwei Punkte vor Bremerhaven, die am Freitag in Nürnberg zu Gast sind und am Sonntag zum Hauptrunden-Abschluss den designierten Absteiger aus Dresden empfangen.

Vor allem der überraschende Sieg in Köln ließ das Selbstvertrauen im Eisbären-Team wieder steigen. Der erste Shutout von Jonas Stettmer in dieser Saison kam auch dank einer sehr disziplinierten Spielweise des Rekordmeisters zustande. Bei aller Freude darf man natürlich nicht vergessen, dass die Haie bereits vorzeitig als Hauptrunden-Sieger feststanden und den einen oder anderen Leistungsträger schonten. Wir dürfen gespannt sein, ob die Eisbären trotz der hochkarätigen Gegner am Wochenende den direkten Einzug ins Playoff-Viertelfinale schaffen werden. Falls nicht, würden am Dienstag die Pre-Playoffs in der Uber Arena beginnen.

Der scheidende Eisbären-Goalie Jonas Stettmer feierte beim 1:0-Erfolg in Köln seinen ersten Shutout in dieser Saison. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Der Gegner am Freitag: Adler Mannheim

Der sportliche Erzfeind aus der Kurpfalz gibt sich zum Ende der Hauptrunde noch einmal die Ehre. Viele Eisbären-Fans denken sicherlich sehr gerne an einen der wenigen Höhepunkte dieser Saison zurück: Den 4:3-Overtime der Berliner gegen die Adler nach 1:3-Rückstand, als Markus Vikingstad mit seinem wunderbaren Solo das Tor der Saison erzielte und Ty Ronning in der Verlängerung doch noch zum nicht mehr für möglich gehaltenen Sieg traf und die Uber Arena zum Beben brachte.

Die Adler liegen derzeit mit 100 Punkten auf Platz drei und spielen eine zufriedenstellende Saison. Zuletzt gelangen den Adlern beim 5:1 gegen Köln sowie beim 4:0 in Ingolstadt zwei beeindruckende Siege. Die Tiefe des Adler-Kaders ist die große Stärke der Mannheimer. Neben den starken Torhütern Maxi Franzreb und Johan Mattsson ragt mit Ausnahme von Top-Verteidiger Nick Mattinen (47 Punkte), der zudem der Topscorer der Adler ist, kaum jemand so wirklich aus dem starken Kollektiv heraus. Wir sind trotz allem optimistisch und tippen auf einen heiß erkämpften 3:2-Sieg der Eisbären gegen Mannheim (Spielbeginn: 19:30 Uhr)

Offensiv-Verteidiger Nicolas Mattinen ist mit 47 Punkten (20 Tore, 27 Vorlagen) der Topscorer der Adler Mannhein. (Foto von Bruno Dietrich / City-Press GmbH Bildagentur)

Der Gegner am Sonntag: Red Bull München

Die Münchner spielen ebenfalls eine solide Saison und stehen mit 97 Punkten auf Platz vier. Nach anfänglichen Problemen überzeugt vor allem die starke Defensive um Top-Goalie Antoine Bibeau. Nur Mannheim (116) kassierte bislang weniger Gegentore als München (120). Die Red Bulls sind gut drauf und gewannen fünf ihrer letzten sechs Spiele. Auch im Münchner Kader herrscht auf Grund der Tiefe ein großer Konkurrenzkampf, den zuletzt auch Ex-Eisbären-Stürmer Gabriel Fontaine zu spüren bekam. Die Nummer 97 durfte das letzte Wochenende auf der Tribüne verbringen. Angesichts seiner nur 21 Punkte in 37 Spielen dürfte sich der ehemalige Eisbär sein erstes Jahr in der bayrischen Landeshauptstadt wohl auch etwas anders vorgestellt haben. RB muss derzeit erneut auf den verletzten Mathias Niederberger verzichten, sodass Bibeau die Hauptlast der Spiele tragen muss, ähnlich wie Jonas Stettmer dies derzeit bei den Eisbären tut. Wir erwarten einen gewohnt unangenehmen Gegner und tippen auf eine 2:4-Niederlage der Eisbären gegen die Red Bulls aus München (Spielbeginn: 14:00 Uhr).

Taro Hirose ist mit 51 Punkten (9 Tore, 42 Vorlagen) aus 48 Spielen der Topscorer von Red Bull München. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

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