Spielberichte

Sieg in Nürnberg bringt Platz sechs

Die Eisbären gewannen in Nürnberg ein umkämpftes Spiel mit 5:4 und eroberten damit zumindest vorübergehend den heiß begehrten sechsten Platz. Marcel Noebels, Jean-Sebastien Dea, Yannick Veilleux, Eric Hördler und Liam Kirk trafen für die Berliner. Nach dem 5:2-Erfolg in Dresden (Tore: Ronning, Lancaster, Wissmann, Eder, Müller) war es der zweiten Eisbären-Sieg in Folge.

Die Eisbären gaben am Freitag das vorzeitige Saisonende von Verteidiger Korbinian Geibel (Schulterverletzung) bekannt. Geibel ist damit bereits der sechste langfristige Ausfall im Eisbären-Kader. Diese Saison ist und bleibt regelrecht verhext. Seinen Platz an der Seite von Adam Smith nahm Youngster Moritz Kretzschmar ein, auf den wir später noch zu sprechen kommen.

Das erste Drittel verlief recht ereignislos. Weder die Ice Tigers noch die Eisbären konnten sich große Torchancen erarbeiten. Mit einem 0:0 ging es folgerichtig in die Kabinen. Im zweiten Drittel sollte deutlich mehr Spektakel geboten werden. Marcel Noebels kam über links ins Drittel, wollte eigentlich Ty Ronning bedienen, blieb aber an einem Nürnberger hängen, sammelte den Puck wieder ein und legte ihn Ice Tigers-Goalie Evan Fitzpatrick zur Berliner Führung durch die Beine. Es folgte eine kleine Nürnberger Drangphase, an dessen Ende Julius Karrer den völlig freien Evan Barratt bediente, der zum Ausgleich traf. Nur eine knappe Minute später setze Jean-Sebastien Dea den Puck aus dem Slot zum 2:1 unter die Latte – erst der zweite Saisontreffer des nachverpflichteten Eisbären-Stürmers. Erneut nur nur wenige Minuten später versenkte Yannick Veilleux seinen eigenen Rebound im Powerplay zur 3:1-Führung. Die Eisbären leisteten sich in diesem Drittel allerdings eindeutig zu viele Strafzeiten. Eine davon nutzte Cole Maier schließlich zum umstrittenen Anschlusstreffer. Jonas Stettmer hatte die Scheibe bereits unter sich begraben, ehe die Ice Tigers nachstocherten und der Puck bei Maier landete.

Im letzten Drittel war erneut einiges an Dramatik geboten. Moritz Kretzschmar brachte den Puck stark durch die neutrale Zone, gab sie an Eric Hördler, der mit einem leicht abgefälschten Schuss auf 4:2 erhöhen konnte. Es folgte eine 4-4-Situation, in der die Ice Tigers Verteidiger Julius Karrer auf die Reise schickten, der seinen Alleingang mit dem 3:4 abschließen konnten. Just als die Nürnberger die den Torwart vom Eis nahmen, gewann Ty Ronning an der Bande einen Zweikampf mit Greg Meireles, spielte den Puck auf Liam Kirk, der aus der eigenen Zone ins verwaiste Nürnberger Tor traf. Die Ice Tigers konnte kurz vor Ende durch einen Unterzahl-Konter von Thomas Heigl noch verkürzen, als der Puck Jonas Stettmer durch die Schoner rutschte, aber die drei wichtigen Punkte blieben auf Seiten der Berliner.

Am Sonntag werden die Eisbären, die durch die 2:3-Niederlage von Bremerhaven gegen Ingolstadt nun auf Platz sechs stehen, beim überlegenen Tabellenführer in Köln zu Gast sein. Der diesjährige Sonderzug wird den Rekordmeister in die Domstadt begleiten. Wir dürfen gespannt sein, ob der EHC dort für eine Überraschung sorgen kann.

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