Endspurt vor Olympia
Die aktuelle Lage bei den Eisbären
Bei den Eisbären halten sich Sieg und Niederlage weiterhin die Waage. Einem 5:3 in Schwenningen folgte beim langersehnten Comeback von Kapitän Kai Wissmann eine etwas unerwartete 2:5-Niederlage in Wolfsburg. Da Bremerhaven am Wochenende ebenfalls schwächelte, beträgt der Rückstand auf Platz sechs nur noch zwei Punkte.
Wissmann führte sich mit einem sehenswerten Tor stark ein, dirigierte wie in besten Zeiten das Powerplay an der blauen Linie, wie gewohnt flankiert von Ty Ronning und Leo Pföderl und machte einen sehr fitten und motivierten Eindruck. Sollte er dem Spiel der Eisbären auch in den nächsten Spielen seinen Stempel aufdrücken können, dann sollten wir noch Einiges von der Nummer 6 erwarten können.
Leider zeigten sich die Eisbären in Wolfsburg und teilweise auch in Schwenningen defensiv erneut sehr anfällig, gaben den Grizzlys viele Räume und agierten in den Zweikämpfen abermals viel zu inkonsequent, was zu den gewohnten Gegentreffern führte. Bitter war zudem die Verletzung von Blaine Byron, die er sich im ersten Drittel zuzog. Wie die Eisbären am heutigen Donnerstag mitgeteilt haben, erlitt die Nummer 23 der Berliner eine schwere Muskelverletzung, die für ihn das vorzeitige Saisonende bedeutet. Ein weiterer schwerer Schlag für die hohen Ambitionen des Rekordmeisters. Zudem ist Yannick Veilleux nach seiner dritten großen Strafe am Freitag im Heimspiel gegen Ingolstadt gesperrt.

Der Gegner am Freitag: ERC Ingolstadt
Am Freitag Abend sollte in der Uber Arena Spektakel garantiert sein. Mit den Schanzern kommt ein äußerst spielstarkes Team nach Berlin, welches seine Defensiv-Probleme aber weiterhin nicht in den Griff bekommt. Dank der offensiven Spielweise (mit 167 Toren stellen sie weiterhin das beste Team der Liga) stehen die Ingolstädter mit 79 Punkten auf Platz vier und konnten zuletzt drei Siege einfahren. Herausragende Leistungen bringen offensiv vor allem DEL-Topscorer Riley Barber (56 Punkte), der punktbeste DEL-Verteidiger Alex Breton (44 Punkte) und Kenny Agostino (40 Punkte). Um gegen die Schanzer Punkte einzufahren, müssen die Eisbären am Limit spielen, unnötige Strafen vermeiden und die sich bietenden Räume konsequent nutzen. Wir sind optimistisch, freuen uns sehr auf das letzte Eisbären-Heimspiel vor der Olympia-Pause und tippen auf einen 5:4-Sieg der Eisbären (Spielbeginn: 19:30 Uhr).

Der Gegner am Sonntag: Löwen Frankfurt
Die Hessen stolpern weiterhin mit Ach und Krach durch die Saison, sollten sich bei 13 Punkten Vorsprung auf Schlusslicht Dresden aber aller Abstiegssorgen entledigt haben. Zuletzt hagelte es sechs Niederlagen in Serie. Auch Goalie-Neuzugang Dustin Tokarski konnte bislang alles andere als überzeugen. In der Mainmetropole wird man sicherlich froh sein, wenn diese Saison endlich vorbei ist. Der letzte Sieg gelang ausgerechnet beim 3:2-Sieg in Berlin, als die Eisbären eine absolut indiskutable Leistung boten. Wir setzen daher auf Wiedergutmachung und tippen auf einen 4:3-Sieg der Berliner am Main (Spielbeginn: 16:30 Uhr).

Der Gegner am Dienstag: Augsburger Panther
Im letzten Spiel vor der Olympia-Pause steht den Eisbären noch einmal ein heißer Tanz bevor. Es geht ins ausverkaufte und stets laute Curt-Frenzel-Stadion nach Augsburg. Die Panther kämpfen weiterhin um den Einzug in die Pre-Playoffs und liegen derzeit drei Punkte hinter Schwenningen auf Platz 11. Zuletzt gelangen gegen Frankfurt und in Straubing zwei wichtige Siege, obwohl mit Anthony Louis und Alex Grenier zwei Drittel der Paradereihe fehlten. Louis fehlte angeschlagen, Grenier verbüßt nach einem Stockschlag gegen einen Linesman eine Sechs-Spiele-Sperre. Alex Blank funktioniert aber auch ohne seine Sturmpartner, spielt weiterhin eine bärenstarke Saison und ist mit 39 Punkten aktuell der Topscorer der Augsburger. Es wird mit Sicherheit kein leichtes Auswärtsspiel für den Rekordmeister. Daher tippen wir auf einen 4:2-Heimsieg der Panther (Spielbeginn: 19:30 Uhr).

