Spielbericht: Eisbären vs. Frankfurt
Ohne Worte! Und doch muss ich welche finden! Eigentlich könnte ich mir das Leben einfach machen und etliche Passagen der alten Spiel- und Vorberichte (vom geschätzten Felix geschrieben!) kopieren und hier wieder einfügen. Aber am Handy wäre das sogar umständlicher, also schreibe ich schweren Herzens alles neu. Habt Mitleid mit mir! Auf den gewohnten Analysesatz verzichte ich heute – was gibt es da noch großartig Neues zu analysieren?
Das Line-up können wir uns eigentlich auch schenken: unverändert! Stettmer scheint anders verschrieben zu sein, anders kann man die fehlende Rotation im Tor kaum erklären. Aber natürlich liegt es nicht an Jake – bitte nicht falsch verstehen!
Das erste Drittel war wieder einmal das beste Drittel, zumindest im Vergleich zu den letzten Heimspielen. Es war zwar auch kein Feuerwerk der guten Laune, aber der Einsatz stimmte, die Spielzüge sahen ansehnlich aus und auch das Ergebnis passte. Matej Leden war der Torschütze zum 1:0 – als Dank durfte er immerhin ein ganzes Drittel mit seiner vierten Formation durchspielen.
Aber was passierte dann? Ab dem zweiten Drittel wieder die Umstellung auf 3 bis 3,5 Reihen – warum? Es gab überhaupt keinen Anlass dafür, im Gegenteil! Das Mitteldrittel begann desaströs und sollte auch desaströs enden. Dieser Auftritt ist mit keinen Worten zu erklären. Ist das das Playoffhockey, das ein Marcel Noebels vor wenigen Spielen eingefordert und angekündigt hat? Na dann Prost Mahlzeit! 😮💨
Mit Schleifchen wurden die Gäste aus Frankfurt eingeladen. Der Ausgleichstreffer war Kategorie Akt 2, 3 und 4 aus Bremerhaven – Leser des Spielberichts erinnern sich tragischerweise, es tut mir leid! 🥲 Aber was soll ich noch anderes schreiben? Ich kann nur das zusammenfassen, was wir alle seit Wochen ertragen müssen. 🤷♂️
Dass das 1:2 dann auch noch fallen musste, war fast zwangsläufig. Man bettelte ja förmlich darum. Und nein, es war nicht so, dass die Löwen unfassbar brillant agierten – sie waren einfach wacher im zweiten Drittel, aktiver in jedem Zweikampf und machten mit einfachen Mitteln die neutrale Zone dicht. Genau so hat man die Eisbären derzeit leider gebrochen. Mehr braucht es nicht. All das, was man selbst im ersten Drittel noch halbwegs umgesetzt hatte, zeigten nun die Frankfurter. Wäre alles halb so schlimm, wenn nicht auch noch das letzte Drittel folgen würde! 😰😵💫
Man möchte den Willen den Spielern nicht absprechen, aber mehr als ein Feuerwerk von Einzelleistungen war nicht zu erkennen. Man konnte sich fast glücklich schätzen, dass die Gäste derzeit nicht in der Lage sind, solche Spiele frühzeitig zu entscheiden. So klammerte man sich irgendwie an die Hoffnung, dass – egal wie – der Ausgleich fallen könnte. Und der Eishockeygott gönnte uns diese Chance oder doch eher makabere Qual?!
Und ja, natürlich möchte man danach weiter Druck aufbauen, das ist vollkommen verständlich. Aber doch nicht auf Kosten der Defensive! Zum Spiel passend passierte es dann aber genau so. Ein Fehler an der Mittellinie, und schon lief man in den spielentscheidenden Konter. Es war wie in einem wahr gewordenen Albtraum. Aber ich kann es nicht ändern – er ist Realität.
Das letzte Aufbäumen war zwar vorhanden, aber nicht wirklich nennenswert. Was stehen bleibt, sind magere zwei Siege aus den letzten acht Spielen. Und das gegen schwach performende Wild Wings und dezimierte Tigers aus Nürnberg. Das ist alarmierend und mit keinen Umständen mehr schönzureden!
Bei allem Optimismus, den ich bekanntlich wirklich an den Tag lege, sehe ich schwarz für die kommenden Spiele. Mit so einem Einsatz kannst du gegen kein Team der Liga gewinnen – so ehrlich muss man sein. Viel Hoffnung kann ich euch aktuell nicht geben. Dennoch ist Sonntag eine neue Gelegenheit, es besser zu machen.
📸:City-press GmbH
