Vorberichte

Neues Jahr – alte Sorgen?

Die aktuelle Lage bei den Eisbären

Das Puckgeflüster-Team wünscht euch ein gesundes und hoffentlich erfolgreiches neues Jahr 2026. Nach fünf Niederlagen in den letzten sechs Spielen haben viele Eisbären-Fans den Jahreswechsel sicherlich etwas sorgenvoller als im letzten Jahr verbracht. Lediglich gegen dezimierte Nürnberger gelang ein ungefährdeter 5:2-Heimsieg. Vor allem die 4:6-Niederlage im überaus wichtigen Spiel in Bremerhaven, wodurch die Berliner auf Platz sieben zurückfielen, ließ so manchen Eisbären-Sympathisanten ratlos zurück. Über das ganze Spiel hinweg boten die Berliner Bremerhaven sehr viel freies Eis, welches die Nordlichter völlig verdient mit sechs Toren nutzen konnten. Damit kassierten die Eisbären in den letzten drei Auswärtsspielen unglaubliche 22 Gegentore. Für ein Team, dass vor der Saison die Top vier als Saisonziel ausgegeben hatte, ein absolut inakzeptabler Wert. Wir dürfen gespannt sein, ob es vielleicht schon am Wochenende taktische Anpassungen im Spiel der Berliner geben wird, Auch die Rückkehr schmerzlich vermisster Leistungsträger (Wissmann, Ronning) wird hoffentlich nicht mehr lange auf sich warten lassen, zumal das Lazarett des EHC durch die Beinverletzungen von Manuel Wiederer und Markus Vikingstad erneut angewachsen ist.

Wer sich von alldem nicht beeinflussen lässt, ist Liam Kirk. Die Nummer 94 der Eisbären ist weiterhin in bestechender Form und erzielte in den letzten vier Spielen unglaubliche acht Tore. Seine Sturmreihe mit Freddy Tiffels und Leo Pföderl ist derzeit so etwas wie die Lebensversicherung der Eisbären.

Liam Kirk ist mit 21 Toren mit großem Abstand der beste Torschütze der Eisbären. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Der Gegner am Freitag: Löwen Frankfurt

Die Hessen rumpeln, auf Platz 13 liegend, weiter durch die Saison und drohten nach neun Niederlagen in Folge zwischenzeitlich sogar in Abstiegsgefahr zu geraten, aber der 3:0-Erfolg im Kellerduell gegen Schlusslicht Dresden ließ den Vorsprung auf die Sachsen auf satte 13 Punkte anwachsen. Die Löwen weisen mit 79 Toren und 133 Gegentoren die jeweils zweitschlechtesten Werte der Liga auf. Auch der Trainerwechsel von Tom Rowe zu Tom Pokel hat bislang keinen großen Leistungsumschwung gebracht. Zudem wurde mit Dustin Tokarski (36) und routinierter Torhüter verpflichtet. Viele Leistungsträger spielen weiterhin eine schwache Saison. Einzig Linus Fröberg (26 Punkte), Maksim Matushkin (22 Punkte) und Cameron Brace (20 Punkte) kommen auf für sie gewohnte Werte. Wenn die Eisbären ihr Tempo-Hockey aufziehen, sollte ein souveräner Sieg möglich sein. Wir tippen daher auf einen 4:1-Heimsieg der Eisbären (Spielbeginn: 19:30 Uhr).

Linus Fröberg ist mit 26 Punkten (7 Tore, 19 Vorlagen) aus 34 Spielen der Topscorer der Löwen Frankfurt. (Foto von Bruno Dietrich / City-Press GmbH Bildagentur)

Der Gegner am Sonntag: Augsburger Panther

Die Fuggerstädter haben in dieser Saison bereits einige Höhen und Tiefen erlebt. Zu Saisonbeginn überzeugten die Panther mit erfrischendem und läuferisch starkem Offensiv-Eishockey. Seit einiger Zeit ist allerdings gehörig der Wurm drin und vor allem defensiv passt fast gar nichts mehr. In den letzten zehn Spielen hagelte es neun Niederlagen, auch wenn einige Misserfolge erst nach Verlängerung oder Penaltyschießen zustande kamen. Derzeit liegen die Augsburger mit 40 Punkten auf Platz elf, immer noch in Schlagdistanz zu den PPO-Plätzen. In Berlin müssen die Panther auf Topscorer DJ Busdeker (29 Punkte) verzichten. Der schnelle Torjäger, der zuletzt konstant auch gegen die Eisbären getroffen hatte, wird mit einer Unterkörperverletzung mehrere Wochen fehlen. Wir rechnen mit einem interessanten Duell gegen mitspielende Panther und tippen auf einen 5:3-Heimsieg der Eisbären (Spielbeginn: 14:00 Uhr),

D.J. Busdeker ist mit 29 Punkten (15 Tore, 14 Vorlagen) aus 33 Spielen der Topscorer der Augsburger Panther. (Foto von Bruno Dietrich / City-Press GmbH Bildagentur)

Schreibe einen Kommentar