Vorberichte

Viertelfinale gegen Straubing

Die aktuelle Lage bei den Eisbären

Man mag es kaum glauben, aber nach fünf Siegen in Folge, zuletzt auch gegen echte Schwergewichte der Liga, herrscht bei den Eisbären vor Beginn der Playoffs eitel Sonnenschein. Vor allem die Heimsiege gegen Mannheim (4:2) und München (5:1) am letzten Wochenende lassen den Optimismus vor der Serie gegen die Straubing Tigers zurückkehren. Auch personell gibt es etwas Licht am Ende des Tunnels: Lean Bergmann ist wieder fit und könnte für den weiterhin enttäuschenden Jean-Sebastien Dea ins Line-Up rutschen.

Die Berliner hatten nach den beeindruckenden Siegen vom Wochenende drei Tage frei und sind seit Donnerstag wieder im Training. Gerade rechtzeitig zu den Playoffs scheint der Rekordmeister doch noch in Form zu kommen. Jonas Stettmer überzeugt mit der nötigen Ruhe im Tor. Die Verteidiger der Eisbären sind deutlich näher an ihren Gegenspielern und im Sturm überzeugt quasi jede Reihe. Gerade die dritte Reihe mit Andy Eder, Markus Vikingstad und Yannick Veilleux könnte mit ihrer Mischung aus Kampfkraft und Torgefahr zum X-Faktor werden. Auch von Play-Off-erfahrenen Stürmern wie Marcel Noebels oder Leo Pföderl sollte in der Crunch Time noch einiges zu erwarten sein. Von den Berliner Top-Stürmern Freddy Tiffels, Ty Ronning oder DEL-Top-Torschütze Liam Kirk ganz zu schweigen.

Der Gegner ab Dienstag: Straubing Tigers

Die Kufencracks vom Pulverturm beendeten die Hauptrunde nach starken Leistungen auf Platz drei, auch die zwei Pleiten und insgesamt 16 Gegentore am letzten Wochenende sollten den positiven Gesamteindruck nicht trüben. Die Tigers zeichnet vor allem ihre enorme Geschwindigkeit verteilt auf alle Reihen aus. Top-Scorer Nick Halloran, Torjäger Tyler Madden, Elis Hede, Danjo Leonhardt oder auch Filip Varejcka bringen bekanntlich einiges an Speed aufs Eis. Die Eisbären sollten die Tigers daher bereits in der neutralen Zone bearbeiten, um gefährliche Konter-Situationen zu verhindern. Auch das Powerplay der Straubinger ist angesichts einiger Scharfschützen und Puckverteiler wie Marcel Brandt, Zac Leslie, Alex Green oder Nicholas Beaudin sehr gefährlich. Auf die hitzige Atmosphäre im Eisstadion am Pulverturm sollten die Schützlinge von Trainer Serge Aubin nach den Erfahrungen der Vorjahre vorbereitet sein.

Players to watch:

(Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Kai Wissmann kam nach der Olympia-Pause immer besser in Schwung konnte mit acht Punkten in 12 Spielen (drei Tore, fünf Vorlagen) auch offensiv wieder überzeugen. Seine Ruhe am Puck auch in schwierigen Situationen wird für die Eisbären sehr wichtig sein.

(Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Liam Kirk beendete seine anfängliche Torflaute in der Hauptrunde bekanntlich mit einem Hattrick in Straubing. Danach traf er quasi nach Belieben und steht nun bei 32 Toren. Seine Tore könnten erneut den Unterschied ausmachen.

(Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Marcel Brandt glänzte in der Hauptrunde wie gewohnt als Antreiber und verlässlicher Offensiv-Verteidiger (42 Punkte). Seinen Schlagschuss von den blauen Linie sollten die Eisbären zu verhindern wissen, sonst könnte es, wie im letzten Spiel gegen die Tigers, im Kasten von Jonas Stettmer einschlagen.

(Foto von Alex Butscher / City-Press GmbH Bildagentur)

Nick Halloran (58 Punkte) war der alles überragende Stürmer der Straubing Tigers und gilt als Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Niederbayern. Halloran bringt herausragendes Tempo und ein enormes Spielverständnis aufs Eis. Kaum jemand in der Liga kann seine Nebenleute so gut einsetzen wie er. Wenn es körperlich härter wird, hat allerdings auch er zu kämpfen. Wir dürfen daher gespannt sein, welche Reihe Serge Aubin gegen die Top-Reihe der Tigers mit Halloran, Tyler Madden und Elis Hede aufstellen wird.

Wie geht die Serie aus?

Wir erwarten, wie immer gegen Straubing, eine tolle, enge und spielerisch starke Serie, in der am Ende wieder die Playoff-Erfahrung der Eisbären den Ausschlag geben wird. Daher tippen wir auf ein Weiterkommen der Berliner nach sechs Spielen. Falls ihr mehr über die Eisbären erfahren wollt, dann hört gerne in unseren neuen Podcast (Besser spät als nie) rein. Wir wünschen euch viel Spaß in der Serie zwischen den Tigers und den Eisbären.

📸: City-press GmbH

Schreibe einen Kommentar