Spielberichte

Spielbericht: Köln vs. Eisbären

Sonderzug-Sieg! Die Eisbären gewinnen alle drei Spiele ihrer Auswärtsreise! Mit 1:0 behielt man am internationalen Frauentag in Köln die Oberhand. Es war ein in dieser Saison nicht allzu häufig gesehener defensiv starker Auftritt unserer Jungs, die nur in wenigen Szenen wirklich zittern mussten. Alles Weitere gilt es nun in gewohnter Form zu analysieren!

Das Line-Up stellt sich derzeit leider weiterhin fast von alleine auf. Mit derselben Formation vom furiosen Erfolg in Nürnberg durfte auch Moritz Kretzschmar wieder einige Einsatzminuten sammeln, die er sehr souverän absolvierte. Les Lancaster fungiert weiterhin als Stürmer und auch sonst änderte sich an den Reihenzusammensetzungen nichts. Somit können sich die verbliebenen Spieler zumindest ein wenig einspielen.

Das Spiel begann recht ausgeglichen, mit lediglich einem sehr starken Wechsel der Gastgeber, aus dem sie jedoch kein Kapital schlagen konnten. Auch das frühe erste Unterzahlspiel der Haie strahlte aufgrund der stabilen Eisbärendefensive keine wirkliche Gefahr aus. Anschließend entwickelte sich eine von beiden Seiten eher abwartende Partie. Die zahlreichen Fans in der wieder einmal ausverkauften Lanxess Arena bekamen zunächst nur wenige hochkarätige Chancen zu sehen. Die beste Möglichkeit der Haie im ersten Drittel hatte Valtteri Kemiläinen – eine der wenigen Szenen, in denen die Eisbären den Zugriff im eigenen Drittel verloren hatten. Ansonsten agierte man defensiv äußerst aufmerksam und stabil.

Mit zunehmender Spieldauer übernahmen die Eisbären auch die Kontrolle über das Offensivspiel. Auch hier agierte man ruhig und ging in keiner Aktion unnötige Risiken ein. So baute man konstant äußeren Druck im gegnerischen Drittel auf, wirklich gefährliche Szenen im Slot blieben allerdings zunächst Mangelware. Aus einer dieser vielen Drucksituationen entstand dann auch der einzige Treffer der Begegnung. Yannick Veilleux setzte sich stark im Zweikampf gegen Kemiläinen durch und spielte den gefährlichen Pass in den Slot, wo Markus Vikingstad den nächsten Zweikampf gewann und den Puck zu Andy Eder weiterleitete. Dieser fand einen Weg am sonst souverän haltenden Juvonen vorbei ins Tor.

Insgesamt gewannen die Eisbären im ersten Drittel mehr als 60 Prozent ihrer Zweikämpfe – ein sehr starker Wert. Und auch im Mittelabschnitt änderte sich wenig am Auftritt unserer Jungs. Die Haie kamen in diesem Drittel kaum zu offensiven Aktionen. Allerdings blieben auch die Eisbären weiterhin etwas zu harmlos in ihren eigenen Offensivbemühungen. Dennoch hätten sich die Haie über einen höheren Rückstand nicht beschweren dürfen. So blieb es nach zwei Dritteln bei der knappen, aber verdienten 1:0-Führung.

Im letzten Drittel konzentrierten sich die Eisbären zunehmend auf das Verteidigen der neutralen und der eigenen defensiven Zone. Zwölf Minuten lang ließen die Berliner im Prinzip keine nennenswerte Chance der Haie zu. Erst in der Schlussphase entschieden sich die Kölner, ihr Offensivspiel noch einmal zu forcieren. Das führte zu einigen Druckphasen, in denen die Eisbären zwar kurzzeitig schwammen, im Haifischbecken jedoch den Überblick behielten. Vor allem den Slot verteidigte man weiterhin nahezu zementartig – insgesamt ein sehr starker defensiver Auftritt. Auch in dieser schwierigen Phase fand man immer wieder Wege, für offensive Entlastung zu sorgen.

Die Eisbären hielten schließlich auch dem letzten Druck der Haie stand. Wirklich gefährlich wurde es selbst mit gezogenem Torwart nicht mehr. In allen Phasen wirkten die Berliner hellwach. Auch die beiden Unterzahlsituationen verteidigte man bärenstark.

Dennoch sollte man diesen Auftritt nicht überbewerten. Den Haien war durchaus anzumerken, dass sie nicht mehr mit dem allerletzten Einsatz spielten. Auch wenn das natürlich niemand offen zugeben wird, ist es völlig legitim, als Hauptrundensieger kein unnötiges Verletzungsrisiko mehr einzugehen.

Im gleichen Atemzug möchte ich die Leistung der Eisbären jedoch keineswegs kleinreden. Unter den widrigen Umständen, die diese Saison von Beginn an geprägt haben, liefern unsere Jungs derzeit starke Leistungen ab. Auch die Partie gegen Bremerhaven hätte durchaus einen Sieg verdient gehabt.

Apropos Bremerhaven: Die Nordlichter erledigten in Iserlohn ihre Hausaufgaben souverän und bleiben den Eisbären dicht auf den Fersen. Es erwartet uns also ein hochspannendes letztes Wochenende der regulären Saisonphase. Die Eisbären haben auf dem Papier das schwierigere Programm mit zwei Heimspielen gegen Mannheim und München. Bremerhaven muss nach Nürnberg und empfängt am Sonntag zu Hause noch Dresden.

Felix wird euch im Laufe der Woche wie gewohnt auf die beiden letzten Hauptrundenspiele einstimmen.

Bis dahin wünschen wir euch eine entspannte und möglichst stressarme Arbeitswoche! 😌🙏

📸: City-press GmbH (Archivbild)

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