Die Eisbären auf Reisen
Die aktuelle Lage bei den Eisbären
Der Rekordmeister dreht sich weiterhin im Kreis und kommt auch in der finalen Phase der Hauptrunde nicht voran. Vom Heimspiel-Dreierpack konnte nur ein Spiel (5:2 gegen Iserlohn) gewonnen werden. Gegen Straubing (2:3) und im wichtigen Spiel gegen Bremerhaven (1:3) gingen die Berliner ohne Punkte vom Eis. Spielerisch war in diesen Spielen durchaus ein Fortschritt zu erkennen. Aber gerade im Slot-Bereich vor dem Tor konnten die Eisbären-Stürmer sich kaum durchsetzen oder scheiterten immer wieder am überragenden Pinguins-Goalie Kristers Gudlevskis. Auch Top-Stürmer Ty Ronning erwischte kein gutes Wochenende, vergab reihenweise gute Möglichkeiten und leitete mit einem verunglückten Schussversuch auch noch das vorentscheidende 0:2 gegen Bremerhaven ein. Serge Aubin sprach in der PK am Sonntag von einem mentalen Problem der Spieler. Auch Freddy Tiffels brachte fehlendes Selbstvertrauen nach den vielen Negativerlebnissen in dieser Saison als Ursache für die schwankenden Leistungen ins Spiel.
Auch das Lazarett könnte am Sonntag erneut Zuwachs erhalten haben. Mitch Reinke und Lean Bergmann konnten das Spiel verletzungsbedingt nicht beenden. Gut möglich also, dass Adam Smith und Jean-Sebastien Dea, den man auf Grund seiner bescheidenen Leistungen leider als Fehleinkauf bezeichnen muss, könnten im nächsten Spiel in Dresden eventuell wieder in den Kader zurückkehren. Der Rückstand auf Bremerhaven beträgt nun vier Punkte. Angesichts des schweren Restprogramms der Eisbären sind die Chancen auf eine direkte Playoff-Qualifikation weiter gesunken. Gerade in den Spielen in Dresden und Nürnberg sind sechs Punkte absolute Pflicht, um die Hoffnung auf Platz sechs am Leben zu halten.

Der Gegner am Mittwoch: Dresdner Eislöwen
Die Kufencracks aus Elbflorenz stehen fünf Spiele vor Ende der Hauptrunde bereits als sportlicher Absteiger fest. Obwohl einige Spieler (Yogan, Turnbull, Suess, Hammond) die Eislöwen bereits verlassen haben, wird weiter um jeden DEL-Punkt gekämpft. So sprang nach zehn Niederlagen in Folge am Sonntag in Schwenningen ein überraschender 5:2-Auswärtssieg heraus. Die Eisbären sollten also gewarnt, aber sich der Wichtigkeit dieses Spiels auch bewusst sein. Daher tippen wir auf einen 5:3-Auswärtssieg in der sächsischen Landeshauptstadt (Spielbeginn: 19:30 Uhr).

Der Gegner am Freitag: Nürnberg Ice Tigers
Die Eistiger von der Noris stehen wie die Eisbären weiterhin in den PPO-Rängen. Mit 62 Punkten stehen die Ice Tigers derzeit auf Platz zehn und kamen zuletzt eher schlecht als recht aus der Olympia-Pause. In den letzten fünf Spielen gab es vier Niederlagen. Zuletzt kamen mit Marcus Weber, Josef Eham und Cody Haiskanen auch neue verletzungsbedingte Ausfälle dazu. Trotz allem ist der Nürnberger Offensivwirbel um DEL-Topscorer Evan Barratt nicht zu unterschätzen. Wir tippen auf einen knappen 3:2-Auswärtssieg der Eisbären bei den Ice Tigers (Spielbeginn: 19:30 Uhr)

Der Gegner am Sonntag: Kölner Haie
Die Haie sind weiterhin das Nonplusultra der DEL. In den letzten 20 Spielen gelangen Köln unfassbare 19 Siege. In Zeiten einer sehr ausgeglichenen Liga kann man die Leistungen der Domstädter gar nicht genug loben. In dieser Saison passt im Team von Kari Jalonen einfach alles. Angefangen beim überragenden Torhüter Janne Juvonen, der den Haien Gerüchten zufolge auch in der Zukunft erhalten bleiben wird, über die spielstarke Abwehr um Oliwer Kaski (33 Punkte) und Valtteri Kemiläinen (38 Punkte) bis hin zu einem Sturm, der in allen vier Reihen große Torgefahr ausstrahlt, aber auch über Top-Stürmer wie Patrick Russell (58 Punkte), Gregor MacLeod (53 Punkte) oder Nate Schnarr (38 Punkte) verfügt. Die Haie strotzen regelrecht vor Selbstvertrauen und stehen bereits fünf Spiele vor Ende der Hauptrunde als Tabellenerster fest. Alles andere als der erste Meistertitel seit 2002 wäre nach diesen starken Leistungen eine große Enttäuschung. Die Eisbären fahren als klarer Außenseiter nach Köln, begleitet von einem Sonderzug mit hunderten von EHC-Fans, die auf einen Überraschungssieg beim KEC hoffen werden. Unserer Meinung nach bleibt dieser allerdings aus. Wir tippen auf einen 4:1-Heimsieg der Haie (Spielbeginn: 14:00 Uhr)

