Heimspiel-Dreierpack nach Olympia
Die aktuelle Lage bei den Eisbären
Die Eisbären sind zurück – und das gleich mit einem Heimspiel-Dreierpack. Am morgigen Mittwoch empfängt der (noch) amtierende Deutsche Meister die Straubing Tigers, am Freitag die Iserlohn Roosters und am Sonntag im wohl wichtigsten der drei Spiele die Fishtown Pinguins Bremerhaven.
Heute gaben die Eisbären die nächste Hiobsbotschaft bekannt: Torwart Jake Hildebrand hat beim Testspiel in Wolfsburg eine Knieverletzung erlitten, die ihn zu einer längeren Pause zwingt. Je nachdem, wie lange die Saison für die Eisbären noch geht, ist auch ein vorzeitiges Saisonende für ihn nicht ausgeschlossen. Die Seuchen-Saison der Berliner scheint also einfach kein Ende zu nehmen. Für die Stürmer Blaine Byron und Patrick Khodorenko, der bei den Eisbären-Verantwortlichen einen guten Eindruck hinterlassen hat und einen neuen Vertrag erhalten könnte, ist die Saison bekanntlich bereits seit Längerem beendet. Morgen gegen Straubing wird auch der gesperrte Jonas Müller fehlen. Zudem steht hinter dem Einsatz von Verteidiger Les Lancaster, der sich mit einem Infekt herumplagt, ein dickes Fragezeichen. Das Team der Eisbären wird sich also voraussichtlich einmal mehr quasi von allein aufstellen.
Im Sturm wird Trainer Serge Aubin immerhin wieder auf vier volle Reihen zurückgreifen können, nachdem Manuel Wiederer und Markus Vikingstad ihre langwierigen Verletzungen auskuriert haben. Aubin erwartet in den nächsten Spielen nach der Olympia-Pause daher „die besten Eisbären der Saison“, wie er heute der Berliner Morgenpost sagte. Von der Intensität und dem Tempo im Training waren Trainer und Spieler sehr angetan. Kai Wissmann, wie alle Olympia-Teilnehmer der Eisbären seit Montag wieder im Training, erinnerte zudem daran, dass man gerade in der Verteidigung besser zusammenarbeiten müsse. Angesichts einer Defensive, die meist einem Hühnerhaufen glich, kann dem nur zugestimmt werden.
Die Eisbären setzen im Endspurt vor den Playoffs bzw. im Kampf um Platz sechs auf den Heimvorteil. Fünf der verbliebenen acht Spiele werden in der Uber Arena stattfinden. Wir freuen uns, dass es endlich wieder losgeht und sind gespannt, ob der Rekordmeister diese fast schon verflucht wirkende Saison noch zu einem versöhnlichen Ende bringen kann.
Die Gerüchteküche hat übrigens auch wieder Neuigkeiten zu berichten: Verteidiger Norwin Panocha soll sich nach Eisblog-Informationen für einen Wechsel nach Augsburg entschieden haben. Zudem machte unter den deutschen Fans in Mailand die Runde, dass Stürmer Lean Bergmann zu den Iserlohn Roosters zurückkehren könnte.

Der Gegner am Mittwoch: Straubing Tigers
Die Straubinger stehen mit 83 Punkten auf Platz fünf und kämpfen um den Heimvorteil im Play-Off-Viertelfinale. Die Tigers sind tief besetzt, verfügen über starke deutsche Spieler und bringen einen enormen Speed aufs Eis. Eine absolut herausragende Saison spielt Stürmer Nick Halloran (51 Punkte), der einer der besten Punktesammler der Liga ist. Mit seinem starken Skating und seinem fantastischen Spielverständnis verzückt der Spielmacher die Fans der Tigers bereits seit Beginn der Saison. So ein Spielertyp geht auch den Eisbären in dieser Saison absolut ab. Wir rechnen mit einem engen und umkämpften Spiel und tippen auf einen 3:2-Auswärtssieg der Tigers in Berlin (Spielbeginn: 19:30 Uhr).

Der Gegner am Freitag: Iserlohn Roosters
Für die Roosters, die mit 46 Punkten auf Platz 12 liegen, geht es quasi um nichts mehr. Platz zehn ist bereits elf Punkte entfernt. Dresden ist am Tabellenende sogar satte 23 Punkte weg. Iserlohn kann also frei aufspielen und wird dies sicherlich auch in der Uber Arena tun. Wir rechen dennoch mit entschlossen aufspielenden Eisbären, die in dieser Partie wieder auf Verteidiger Jonas Müller zurückgreifen können und tippen auf einen 4:2-Heimsieg der Berliner (Spielbeginn: 19:30 Uhr).

Der Gegner am Sonntag: Fishtown Pinguins Bremerhaven
Am Sonntag geht es in der Uber Arena definitiv ans Eingemachte: Bremerhaven, derzeit mit 70 Punkten auf Platz sechs liegend, drei Zähler vor den Eisbären, wird zu Gast sein. Die Pinguins hatten in diesen Tagen gute und schlechte Nachrichten zu verkünden: Star-Goalie Kristers Gudlevskis ist endlich wieder fit. Für Shooting-Star Bennet Roßmy ist die Saison dagegen vorzeitig beendet. Auch Kapitän Jan Urbas wird Bremerhaven auf unbestimmte Zeit fehlen. Wir erwarten angesichts der Umstände ein heiß umkämpftes Spiel gegen den Angstgegner der Eisbären (in allen drei Spielen in dieser Saison setzte es Niederlagen und insgesamt satte 15 Gegentore) und tippen auf einen 4:3-Auswärtssieg der Pinguins in Berlin (Spielbeginn: 14:00 Uhr).

