Ernüchternde Pleite in Frankfurt
Die Eisbären erlitten im Kampf um Platz sechs einen erneuten Rückschlag und verloren in Frankfurt mit 1:4! Wer dachte, der knappe 2:1-Sieg gegen Ingolstadt am Freitag hätte den Bären neues Selbstvertrauen gebracht, wurde am heutigen Sonntag Nachmittag bitter enttäuscht.
Bei den Eisbären waren Yannick Veilleux nach seiner Sperre und der am Freitag erkrankt fehlende Markus Niemeläinen wieder dabei. Dafür fehlte mit Jean-Sebastien Dea der nächste Stürmer. Er hatte sich im Spiel gegen Ingolstadt Ende des zweiten Drittels verletzt. Im Tor bekam erneut Jonas Stettmer den Vorzug vor Jake Hildebrand.
Vor allem in den ersten beiden Dritteln war nicht auszumachen, welches Team um den direkten Playoff-Einzug kämpft und für wen es quasi um fast nichts mehr geht. Die Löwen wirkten von Beginn an entschlossener in den Zweikämpfen und zeigten starken Zug zum Tor. Die Eisbären leisteten sich zudem etliche unnötige Strafzeiten, die die Löwen insgesamt 9x in Überzahl agieren ließen. So fiel schließlich auch das Führungstor der Frankfurter, als Linus Fröberg Routinier Carter Rowney stark bediente und dieser ins weit offene Tor traf. Wer dachte, im zweiten Drittel würde eine Reaktion der Berliner folgen, sah sich leider getäuscht. Die Löwen wirkten erneut agiler und konnten ihren Vorsprung sogar weiter ausbauen. Erneut Rowney per Bauerntrick und Michael Joyaux mit einem Schlagschuss trafen zum 2:0 sowie 3:0 der Löwen.
Erst im letzten Drittel realisierten die Eisbären offenbar die Lage und rannten nahezu pausenlos auf das Tor von Cody Brenner an. So kam die Paradereihe der Berliner immerhin noch zu ihrem Treffer – und das auch absolut sehenswert. Vom Bully weg spielte Ty Ronning den Puck zu Freddy Tiffels, der sofort auf Liam Kirk weiterspielte, der völlig frei vor dem Tor stand. Der Brite schob den Puck zu seinem 30. Saisontreffer ein und punktete damit im 13. Spiel in Folge. Weitere Erfolgsmeldungen gab es allerdings nicht. Erneut im Powerplay klinkte Cameron Brace mit einem satten Schuss zum 4:1-Endstand ein.
Mit dieser Leistung wird es für die Eisbären sicher nicht für den direkten Play-Off-Einzug reichen. Bremerhaven konnte die Niederlage der Berliner zudem nutzen und schob sich durch einen späten 2:1-Erfolg in Augsburg wieder zurück auf Platz sechs. Für den EHC steht nun noch das letzte Spiel vor der Olympia-Pause am Dienstag in Augsburg an. Wir dürfen gespannt sein, welches Gesicht der Rekordmeister dort zeigen wird.
