Mit prominenten Rückkehrern zurück zu alter Stärke?
Die aktuelle Lage bei den Eisbären
Im Osten nichts Neues – das könnte man derzeit titeln, wenn es um die sportliche Situation bei den Eisbären geht. Einem überraschenden 3:2-Sieg in München folgte eine völlig unnötige 3:4-Niederlage in Iserlohn, gefolgt von einem mühsamen 3:2-Erfolg nach Verlängerung im Winter Game in Dresden. Stagnation ist also weiterhin Trumpf im Umfeld des Rekordmeisters. In der Tabelle liegt der EHC weiterhin auf Platz sieben, fünf Punkte hinter Bremerhaven und sechs Punkte vor Wolfsburg, wo die Berliner am Sonntag zu Gast sein werden.
Die Hoffnungen auf vor allem spielerische Besserung ruhen derzeit auf Top-Stürmer Ty Ronning, der in Iserlohn nach sechswöchiger Verletzungspause sein heiß erwartetes Comeback feierte und beim Winter Game in Dresden sofort ein entscheidender Faktor war, ein fast schon verloren geglaubtes Spiel noch in einen wichtigen Sieg zu verwandeln. Ebenfalls stark entgegengefiebert wird dem Comeback von Kapitän Kai Wissmann, der sich im August im Training die Achillessehne riss, nachdem ihn ein Mitspieler unglücklich mit der Kufe erwischt hatte. Wie zu hören und zu lesen ist, wird Wissmann zeitnah in den Spielbetrieb zurückkehren. Morgen in Schwenningen soll dies zwar nicht nicht der Fall sein, aber am Sonntag in Wolfsburg könnte es dann tatsächlich so weit sein.
Weiterhin in Topform befindet sich Stürmer Liam Kirk, der mit 28 Toren an der Spitze der Torjägerliste der DEL steht und in den letzten neun Spielen unglaublich 15 Tore erzielen konnte. Zudem ist er mit nun 44 Punkten vor Freddy Tiffels (41 Punkte) der neue Topscorer der Eisbären.
Einen herzlichen Glückwunsch richten wir an dieser Stelle natürlich auch an die vier Eisbären, die für das olympische Eishockey-Turnier in Mailand nominiert wurden. Wir wünschen Kai Wissmann, Jonas Müller, Korbinian Geibel und Freddy Tiffels viel Erfolg und unvergessliche Erlebnisse in Bella Italia.

Der Gegner am Donnerstag: Schwenninger Wild Wings
Die wilden Schwäne stehen mit 51 Punkten auf Platz neun und damit weiterhin dort, wo sie der gut informierte Eishockey-Fan auch erwarten würde. Nach einem Tief Ende des letzten Jahres, als es neun Niederlagen in Folge hagelte, gelangen zuletzt wieder drei Siege in Folge. So gewann man das letzte Heimspiel gegen Straubing etwas überraschend mit 4:2. Schwenningen, bei denen sich der gebürtige Berliner Danny O´Regan mit 22 Punkten als gelungene Nachverpflichtung herausgestellt hat, muss derzeit mit Topscorer Tyson Spink, Zach Senyshyn und Sebastian Uvira auf wichtige Spieler verzichten. Im Bauchenbergstadion tun sich die Berliner traditionell schwer. Wir rechnen daher erneut mit einem engen Spiel und tippen auf einen 4:3-Sieg der Eisbären (Spielbeginn: 19:30 Uhr).

Der Gegner am Sonntag: Grizzlys Wolfsburg
Auch die Wolfsburger befinden sich als Tabellenachter im unmittelbaren Umfeld der Eisbären, was die Bedeutung dieses Spiels noch einmal hervorhebt. Angeführt von Topscorer Matt White, der auch im höheren Eishockey-Alter wenig von seiner Klasse eingebüßt hat, gelangen den Grizzlys zuletzt zwei wichtige Siege gegen Augsburg und Frankfurt. Wir hoffen, dass die Eisbären mittlerweile wissen, was die Stunde geschlagen hat und tippen daher auf einen 4:2-Auswärtssieg der Berliner (Spielbeginn 14:00 Uhr).

