Spielberichte

Arbeitssieg der Eisbären gegen biedere Frankfurter

Die Eisbären haben die Pflichtaufgabe am Sonntag Abend gegen die Löwen Frankfurt gelöst und die Hessen mit 4:2 bezwungen. Leo Pföderl traf doppelt für die Berliner, auch Ty Ronning und Yannick Veilleux konnten sich ins Scoreboard eintragen.

Das Line-Up der Eisbären wurde von Serge Aubin leicht verändert. Manuel Wiederer kam erneut in der Verteidigung zum Einsatz. Seinen Platz in der vierten Reihe nahm Matej Leden ein. In den Top-Formationen der Eisbären tauschten zudem Liam Kirk und Leo Pföderl die Reihen. Kirk stürmte mit Freddy Tiffels und Ty Ronning, Pföderl wie in früheren Zeiten mit Blaine Byron und Marcel Noebels.

Das erste Drittel war geprägt von äußerst niveauarmem Eishockey. Die Löwen kamen kaum einmal vor das Tor von Jake Hildebrand, der erneut ein sicherer Rückhalt war. Die Eisbären waren spielerisch auch nicht auf der Höhe und verzettelten sich in Einzelaktionen. Vor allem das Powerplay hatte seinen Namen einmal mehr nicht verdient. Dennoch gingen die Eisbären durch einen gelungenen Spielzug in Führung. Liam Kirk hielt die Scheibe im Drittel, spielte quer zu Freddy Tiffels, dessen Pass der Eisbären-Torjäger Ty Ronning ins Netz lenkte – das 12. Saisontor der Nummer 9 und damit Platz zwei in der DEL-Torjägerliste hinter Ingolstadts Riley Barber.

Im zweiten Drittel fanden beide Teams ihre Beine und zeigten starke Spielzüge. Sowohl Jake Hildebrand als auch Mirko Pantkowski konnten sich mehrfach auszeichnen. So scheiterte Eisbären-Stürmer Liam Kirk, der heute sehr auffällig agierte, sowohl kurz vor der Torlinie als auch mit einem Alleingang. Zu Beginn des Drittels hatte der Brite zuvor sehenswert und selbstlos für Leo Pföderl aufgelegt, der ins weit offene Tor zum 2:0 traf. Später hatte Frankfurts Kapitän Maksim Matushkin im Powerplay zu viel Zeit und schlenzte den Puck zum 2:1-Anschluss in die Maschen.

Im letzten Drittel führte eine kuriose Szene zum 3:1 für die Eisbären. Leo Pföderl chippte die Scheibe von hinterm Tor in den Torraum, wo sie Löwen-Stürmer Linus Fröberg tatsächlich ins eigene Tor schob. Viele Eisbären-Fans dachten zu dieser Zeit bereits an die Vorentscheidung, aber ein etwas zu offensiv vorgetragener Angriff führte zu einem Frankfurter Konter, den Noah Dunham zum 3:2-Anschlusstreffer nutzen konnte. Doch kurz vor Ende machte Yannick Veilleux per Empty Netter doch noch den Deckel drauf und sorgte so für den 4:2-Endstand.

Die Eisbären schlossen das Wochenende also mit zwei Siegen und fünf Punkten ab und belegen in der Tabelle Platz sechs. Weiter geht es ab Freitag mit der bayrischen Woche. Innerhalb von sechs Tagen treffen die Eisbären auf die Top-Teams aus München, Straubing und Ingolstadt. Eine ausführliche Vorschau auf diese Spiele folgt wie gewohnt in den nächsten Tagen.

Liam Kirk bereitete die ersten beiden Eisbären-Tore sehenswert vor.

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